Oberlindach
FT-Marathonmann

Endlich wieder auf der Strecke

Es hat eineinhalb Jahre gedauert. Doch nun läuft es - besser er - wieder. Der FT-Marathonmann wagte sich sogar zum ersten offiziellen Laufevent: Dem ERH-Vitallauf im Weisendorfer Ortsteil Oberlindach.
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FT-Marathonmann Michael Busch und Tochter Nicola starten beim ERH-Vitallauf durch.
FT-Marathonmann Michael Busch und Tochter Nicola starten beim ERH-Vitallauf durch.
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Die Strecke ist flach, eine Runde ist etwa 3,3 Kilometer lang. Bis zu drei Mal darf man sich auf den Kurs machen, um dann auch offiziell gewertet zu werden. Der FT-Marathonmann hat die Startnummer 770 auf der Brust. Die Zahl ist mit einem zarten Blau hinterlegt. Die Signalfarbe dafür, dass er nur eine Runde laufen wird. Die meisten anderen Teilnehmer tragen Orange für zwei Runden oder Grün für drei komplette Runden - und damit über zehn Kilometer.

Gute Ausrede

Angela Kühnlein, die Triathletin aus Schwarzenbach, freut sich, dass der Schweinehund überwunden ist und wieder Bewegung in das Leben des Läufers kommt. "Zehn Kilometer?", fragt sie augenzwinkernd. "Eine Runde, weil ich laufe mit meiner Tochter", gibt es als Antwort. "Nicola schafft das noch", eine Ausrede, über die der laufende Reporter nicht ganz so unglücklich ist. Es fehlt halt noch an Kondition.

Willi Wahl macht Stimmung

Beide sind ein wenig nervös, die Triathletin Kühnlein steht noch ganz entspannt am Sponsoren-Stand. "Mitmachen ist wichtig, nicht das Ergebnis", bekommt Nicola mit auf den Weg - und irgendwie auch der Vater. Es gilt die Startnummer zu holen, sich umzuziehen, warm machen. Doch die Zeit ist großzügig geplant. Denn um Punkt 18 Uhr gehen erst einmal die Walker auf die Strecke. "Mit einer Rekordanzahl von 139 Teilnehmern", wie Wahl bekannt gibt. Das Laufen mit Stöcken hat sich etabliert. Nach etwa 25 Minuten sind die ersten Walker bereits wieder im Ziel: Sie haben eine Runde absolviert. Jakob Herbig ist der erste, der die Ziellinie überschreitet.

Kinder laufen gerne

Während die Läufer sich warm machen, rennen die Kinder beim Bambini-Lauf, um die Plätze. Dort zeigt sich, dass dort die Zeiten der lauffreudigen Kinder von den Mädchen angeführt werden. In 1:37 errennt sich Clara Pastowski den ersten Platz.
Um kurz nach 18 Uhr starten dann die Läufer auf die Strecke. Marathonmann und Tochter ordnen sich ins hintere Mittelfeld am Start ein. Man will den Spitzenläufern ja nicht unnötig im Weg stehen auf der Jagd nach Bestzeiten. Das Feld zieht sich sehr schnell in die Länge - und die Läufer die das Schlusslicht bilden, werden am Ende der ersten Runde bereits von der Spitzengruppe überrascht, die eine Überrundung ohne Probleme zeigt.

Sinnvoller Lauf

Wobei die Organisatoren immer wieder klarstellen: Es geht in erster Linie nicht um die Zeiten. Der 4. ERH-Vitallauf ist geprägt durch die Idee, mit Kolleginnen und Kollegen in einer gesunden Umgebung zu walken bzw. zu laufen. Bei der vierten Auflage des ERH-Vital-Laufes wurden fast 500 Gäste, überwiegend aus den Unternehmen der Region, begrüßt. Das Erfolgsrezept, mitten in der Natur Eindrücke für Körper und Sinne zu erfahren, bleibt auch im vierten Jahr erhalten. Im Herzen Europas größter zusammenhängender Weiherlandschaft, dem Naturschutzgebiet "Mohrhof", bietet sich für Walker, Gesundheits- und Fitnessläufer sowie Laufprofis ein ideales Ambiente für sportliche Aktivitäten.

Große Läuferparty

Für die Zuschauer im Start-/Zielbereich vor dem Oberlindacher Hotel Acantus geht es dann Schlag auf Schlag. Der Sieger des SBK-Präventionslaufes, also den 3,3 Kilometern, heißt Steffen Kratz und war nach 13:28 Minuten im Ziel. Den doppelt so langen Infoteam-Gesundheitslauf Entschied Werner Weimann in 28:35 Minuten für sich. Die Königsdisziplin, knapp mehr als zehn Kilometer entschied der Athlet Bastian Grau in 36:45 für sich. Beste Läuferin - wenig überraschend - war Angela Kühnlein. In 40:51 entschied die Triathletin das Rennen für sich.
Nicola schlug ihren Vater mit der Zeit 24:45 um eine Sekunde, der benötigte 24:46. Die Plätze 47 und 48 in dieser Rennklasse waren aber dann so toll, dass bei der gemeinsamen Feier im Hotel, nochmals das Rennen genau analysiert wurde. Beide sind sich sicher: Das war nicht der letzte Lauf in diesem Jahr. Der Schweinehund zuckt nur noch ganz leicht.

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