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Herzogenaurach
Sportabzeichen

Einfach geht anders

Geschenkt bekommt die Ehrung niemand. Man muss sich dafür schon sportlich engagieren. Das erkannte sogar der Bürgermeister.
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Die Jüngsten freuten sich über ihre Auszeichnungen. Fotos: Richard Sänger
Die Jüngsten freuten sich über ihre Auszeichnungen. Fotos: Richard Sänger
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Die jährliche Übergabe von Sportabzeichen gehört zu jenen Veranstaltungen der TS 1861 Herzogenaurach, in denen der größte Sportverein der Stadt seine Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellt. So auch wieder am Samstag, als man jene Teilnehmer ehrte, die 2012 das Deutsche Schüler- oder Jugendabzeichen sowie bei den Erwachsenen das Deutsche Sportabzeichen und das noch anspruchsvollere Landessportabzeichen erworben hatten.
Vor Beginn der Übergabe der 178 Sportabzeichen wurde Herbert Maier, Sportabzeichen-Obmann in der TSH, besonders ausgezeichnet. Seit 1975 ist Maier für die Sportabzeichen verantwortlich. "Ohne solche Leute geht´s einfach nicht", erklärte BLSV-Kreisvorsitzender Walter Fellermeier bei der Ehrung.
Der Bayerische Landessportverband verlieh dem Sportabzeichen-Obmann die "Verdienstnadel in Gold mit großem Kranz". Gleichzeitig gab es noch eine Nadel und Urkunde, unterzeichnet von Präsidenten des
Deutschen Olympischen Sportbundes Thomas Bach und vom Präsidenten des BLSV, Günther Lommer.
Insgesamt 178 Abzeichen wurden vergeben. Die eindrucksvolle Erfolgschronik zeigt auf, dass viele der Empfänger diese Auszeichnung bereits vielfach entgegennehmen durften. Allen voran Richard Krautheim, der im Jahr 2012 zum 39. Mal den Nachweis seiner körperlichen Leistungsfähigkeit erbrachte. Insgesamt legten mehr als 13 Teilnehmer im letzten Jahr das Abzeichen mehr als 30 Mal ab.
Nicht minder bemerkenswert ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen. An diese wurden über 65 Abzeichen übergeben. Dabei die Schüler Fabio und Nico Kaufmair und ihr Bruder Timo, der erstmals bei den Erwachsenen teilnahm. Fabio, Nico und Timo sind bei der TSH keine Unbekannten, sondern aktive Leichtathleten. Dass an die sportliche Familie acht Abzeichen ausgehändigt wurden, war schon ein Erfolg - wenig überraschend, dass auch der Familienpokal mit nach Hause genommen werden durfte. Die Familie des Bürgermeisters German Hacker belegte mit sechs Abzeichen hinter der Familie Krome mit sieben Sportabzeichen den dritten Platz.
Bei der Vereinswertung hatte das Team der DLRG die Nase vorn. Wolfgang Scheider, zweiter Vorsitzender der Delphin 77, nahm den Pokal entgegen, den zweiten Platz belegte das Atlantis-Team.
Bürgermeister German Hacker (SPD), der zusammen mit dem Sportabzeichen-Referenten Werner Böcklein und Herbert Maier die Abzeichen und Urkunden an die Kinder und Jugendlichen aushändigte, schien es sichtlich Freude zu bereiten, gerade die kleinen "Sportskanonen" auszuzeichnen. Neben Abzeichen und Urkunde bekamen die jungen Teilnehmer aus den Händen des Stadtoberhaupts einen Gutschein für das Schwimmbad.
Gerade bei den Kindern, die das Sportabzeichen zum ersten Mal ablegten und dafür das Bronze-Abzeichen bekamen, war die Freude groß und sie zeigten sich sichtlich stolz. Für die Mädchen Johanna (Silber), Alexandra (Silber), Julia (Gold), Lena (Gold), Leandra (Bronze), Carolin (Gold) ist die diesjährige Teilnahme am Sportabzeichen schon wieder fest geplant.
In seinem Grußwort hob Bürgermeister Hacker unter anderem den enormen Stellenwert des Sportabzeichens besonders hervor. Mit dem Hinweis von Vorstandsmitglied Christa Spitzer, dass die Teilnahme am Sportabzeichen "die Olympiade des kleinen Mannes" sei, mochte sich der Bürgermeister nicht so recht anfreunden. "Das kann nicht stimmen, ich plage mich furchtbar und das Abzeichen muss man sich schwer verdienen, es ist eine ganz schöne Plackerei", sprach Hacker über seine Teilnahme. Umso mehr lobte der Bürgermeister vor allem die jungen Teilnehmer. "Eigentlich sollte das Sportabzeichen schon in den Grundschulen eingeführt werden", forderte er. Die dann aber dennoch stärkere Teilnahme von Kindern führte Hacker auch auf den Vereins-Pass zurück, der im letzten Jahr erstmals an die Erstklässler verteilt wurde.
Ein Dank der TSH-Vorstandschaft und des Bürgermeisters ging an die Helfer und an das Team rund um Herbert Maier für das konsequente Festhalten und die Durchführung über Jahre hinweg. Deshalb ging ein besonderer Dank an die Sportabzeichen-Prüfer.
"Menschen, die das Sportabzeichen ablegen, möchten etwas für ihre Gesundheit tun und ihren Fitnessstand überprüfen", meinte Herbert Maier abschließend. So sei das gemeinsame Training nicht nur gut für die Gemeinschaft, sondern auch für jeden Einzelnen eine Motivation.

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