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Herzogenaurach
Jugendarbeit

Eine besondere Kinderstube im Herzogenauracher Jugendhaus

Das Team des "rabatz" freut sich über besonderen Nachwuchs: Eine Vogelmama brütet.
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Die Drosselmama brütet.  Foto: Marlene Hildel
Die Drosselmama brütet. Foto: Marlene Hildel
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"Das wird meine letzte große Aufgabe", sagt Christine Taistra, nicht ohne Schmunzeln. Denn die neuste "Jugendgruppe" ist ihr besonders an Herz gewachsen. Und so freut sich die Leiterin, die das Jugendhaus zum Jahresende verlässt, täglich darauf, dass bald Kindergeschrei zu hören sein wird.

Es war am Tag vor der Party zum 25. Geburtstag des Jugendhauses, als die Pädagogin plötzlich ein Nest entdeckte. Was erst aussah wie vom Sturm herangeweht, war bewusst dort verankert worden. Eine Vogelmama hatte sich das Umfeld des Jugendhauses für ihre Kinderstube ausgesucht.


Spannendes Warten

Dort sitzt sie nun und brütet. Die ersten drei Eier waren schnell gelegt, und selbst am Tag nach dem Fest hat sie noch eins draufgesetzt. "Wenn die die Party ausgehalten hat, dann kann nix mehr schief gehen", witzelten Taistra und ihre Mitarbeiterin Marlene Hildel.
Und fiebern dem großen Tag entgegen, wenn kleine Kinderhälse aus dem Nest gestreckt werden und das große Füttern der hungrigen Mäuler beginnt. Selbstverständlich wird der ganze Vorgang auch sorgfältig dokumentiert, wie es sich gehört. "Herzlich willkommen Jugendgruppe".

Weil Taistra auch Naturpädagogin ist, war sie natürlich gleich interessiert zu wissen, was das denn für ein Vogel ist, der da brütet. Eine Wacholderdrossel muss es sein, ergaben ihre Recherchen und die Inaugenscheinnahme der Vogelmama. Denn die sitzt jetzt öfters mal ruhig auf dem Gelege, während sie die ersten Tage offenbar recht schreckhaft war. Und weil man nichts riskieren will, wurde der Brutplatz auch großzügig abgesperrt. Das Jugendhaus-Areal als Vogelschutzgebiet. Jetzt freuen sich die Verantwortlichen auf die kommenden Wochen. Denn bis Taistra und ihr Team das Jugendhaus verlassen, ist auch der jüngste Nachwuchs flügge und kann in die Tücken des Lebens entlassen werden.


Abschied

Zum Jahresende wechselt die Einrichtung in die Trägerschaft der Stadt, die Stellen wurden neu ausgeschrieben. Taistra und Hildel wollen auch künftig in Diensten des Erzbischöflichen Jugendamts bleiben. Das bedeutet aber den Abschied vom Herzogenauracher Jugendhaus "rabatz".

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