Pommersfelden
Kirche

Ein würdiger Abschied aus Sambach für Pfarrer Eßel

Der Sambacher Pfarrer Wolfgang Eßel sagte der Gemeinde Lebewohl.
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Beim Einzug in die Kirche standen die Kindergartenkinder Spalier.  Fotos: Evi Seeger
Beim Einzug in die Kirche standen die Kindergartenkinder Spalier. Fotos: Evi Seeger
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Ein Survival-Besteck war die originellste Gabe, die der Sambacher Pfarrer Wolfgang Eßel bei seiner Verabschiedung mit auf den Weg bekam. Sein evangelischer Mitbruder Andreas Steinbauer verband damit den Wunsch, Eßel möge "in der Fremde" überleben.

"So schön wie hier bei uns kann es dort gar nicht sein!" Wolfgang Eßel, Pfarrer von Sambach, Pommersfelden und Schlüsselau wechselt nach sieben Jahren seines Wirkens im September auf die Pfarrstelle in Stadtsteinach.


Kinder dankten mit Liedern

Seine Pfarrkinder bereiteten Eßel einen würdigen Abschied. Mit Liedern dankten die Kinder aus den Kitas Pommersfelden, Steppach und Sambach dem Pfarrer schon beim Einzug ins Gotteshaus. Die Schulkinder mit ihrem Rektor Claudio Pütz verabschiedeten den Pfarrer nach dem Gottesdienst.
Die Vorsitzenden der beiden Kirchenverwaltungen, Irene Beck (Sambach) und Johanne Belzer (Pommersfelden), sowie die Vorsitzende des Sambacher Pfarrgemeinderats, Johanna Müller, blickten auf viele "Schlüsselereignisse" der vergangenen sieben Jahren zurück. Eines der ganz herausragenden war wohl das "Generationenprojekt", die Renovierung der Sambacher Kirche samt der Anschaffung einer neuen Orgel.


Begeisterter Verkünder

Gewürdigt wurde auch, dass Eßel "ein optimaler Verhandler" war als es um die Zukunft der Kinderbetreuung in der Gemeinde ging, dass er "ein Aufgeschlossener für die Ökumene, ein Entscheider, Berater und begeisterter Verkünder von Gottes Wort" war.

Bürgermeister Hans Beck dankte dem scheidenden Pfarrer für viele gute Anstöße und die stets gute Zusammenarbeit. Das Wort "Gemeinde" werde nicht umsonst auf die Kirche wie auf die politischen Strukturen angewandt. Beide hätten ein gemeinsames Ziel: Das Wohl der Menschen in ihren Gemeinden.


Projektchor sang

Der Projektchor der Bürgerstiftung - zum letzten Mal unter der Leitung von Andreas Brunner - umrahmte musikalisch den Gottesdienst. Rainer Dippold, Hauptorganist, Initiator des Projektchors wie auch der Bürgerstiftung, dankte dem Pfarrer im Namen aller Organisten und Vereine.


Unkraut und Weizen

Pfarrer Eßel hatte seine Predigt auf das Sonntagsevangelium vom Unkraut und Weizen aufgebaut. "Ein Haus voll Glorie, ein Herz und eine Seele, alles wächst und gedeiht - das wäre die ideale Form der Kirche." Jesus habe aber keine Kirche hinterlassen, die fehlerfrei und makellos sei. Unkraut und Weizen wachse nebeneinander. Um auszusäen sei er angetreten, ohne zu wissen, was er ernten werde.

Ein Pfarrer habe das Ziel, möglichst viel guten Weizen zu ernten. Ob das gelungen sei? "Ich muss gestehen, ich kann es nicht beurteilen!"


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