Gremsdorf

Ein neues Haus für die Kinder

800 000 Euro gibt die Gemeinde Gremsdorf für ihre Kinderkrippe aus. Dort wird ab September Platz für bis zu 18 Kleinkinder sein.
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An den 20 Jahre alten Kindergarten (weißer Bau) der Gemeinde Gremsdorf wird derzeit ein Haus für eine Krippe angebaut. Der Rohbau steht, im September sollen die ersten Krippenkinder einziehen. Foto: Evi Seeger
An den 20 Jahre alten Kindergarten (weißer Bau) der Gemeinde Gremsdorf wird derzeit ein Haus für eine Krippe angebaut. Der Rohbau steht, im September sollen die ersten Krippenkinder einziehen. Foto: Evi Seeger
"Das ist unser Filetstückchen", sagt Bürgermeister Waldemar Kleetz (CSU) und zeigt auf die herrliche Lage. Oberhalb der idyllisch gelegenen Keller, in unmittelbarer Nachbarschaft von Obstbäumen und Spielplatz findet sich umgeben von viel Grün der gemeindliche Kindergarten. In diesem Jahr wird die Einrichtung, bei deren Bau noch Kleetz' Vorgänger Eberhard Knoll federführend war, 20 Jahre alt. Derzeit erfährt dieser Kindergarten durch einen Neubau Ergänzung: Eine Kinderkrippe, praktisch ein eigenes Gebäude, schließt sich an die bestehende Tagesstätte an. Verbunden werden die beiden Häuser durch einen Flachbau, der künftig den neuen Eingang und den Übergang von einem Haus zum anderen bildet.

Zum 1. September, dem Beginn des neuen Kindergartenjahres, soll die Krippe ihren Betrieb aufnehmen.

Die Einweihung ist für Sonntag, 13.
Oktober, geplant und soll zusammen mit dem 20-jährigen Bestehen des Kindergartens gefeiert werden.
18 Krippenplätze werden mit dem Neubau - auf Anraten der Regierung, wie Bürgermeister Kleetz berichtet - geschaffen. "Die Nachfrage ist gigantisch", sagt er. Im Prinzip sei die Krippe schon voll belegt.
Mit knapp 800 000 Euro beziffert Kleetz die Gesamtkosten für den Bau. Darin enthalten sei nicht nur die gesamte Inneneinrichtung, sondern auch die Erweiterung und Neugestaltung der Außenanlagen einschließlich der Parkplätze. Das Dachgeschoss werde als Vorbehaltsfläche zunächst einmal frei bleiben.
"Jedes Gremsdorfer Kind, das sich jetzt anmeldet, soll einen Platz bekommen", versicherte Kleetz in der Sitzung des Gemeinderats am Freitag.

Bislang habe der Kindergarten die Kleinen ab zweieinhalb Jahren aufgenommen, berichtete die Leiterin des Kindergartens, Heike Pretschner. Sie erläuterte in der Sitzung die Konzeption der Kindertagesstätte. Aktuell würden 51 Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren betreut. Hinzu komme die Betreuung von 24 Schulkindern der ersten bis vierten Klasse. Die 17 Krippenkinder will die Leiterin "gestaffelt", also nicht auf einmal aufnehmen. Denn in der Eingewöhnungsphase müssten die Kleinen unterschiedlich lange von ihren Müttern begleitet werden. Vorerst soll die Krippe 17 Kinder aufnehmen, denn einen Platz will Pretschner in Reserve halten. Darüber hinaus erläuterte die Kita-Leiterin Raumkonzept, Betriebsorganisation und Tagesablauf. Die Einrichtung nehme sich auch in den Ferien der Schulkinder an.

Nach diesem, für die Ratsmitglieder sehr aufschlussreichen Vortrag, stellte sich die Aufgabe, die Gebührensatzung auf die neue Situation zuzuschneiden. VG-Geschäftsleiter Otto Tröppner hatte dazu die Gebühren anderer unter gemeindlicher Trägerschaft geführten Kitas ermittelt. Ein für Gremsdorf indiskutables Beispiel gab die Gemeinde Buckenhof. Dort kann ein Krippenplatz bis zu 420 Euro im Monat kosten.

"Unsere Absicht ist es, wirklich soziale Gebühren festzulegen", betonte Bürgermeister Kleetz.

Dennoch müsse auf die Geschwisterregelung volles Augenmerk gelegt werden.
Der Vorschlag der Verwaltung fand dann auch volle Zustimmung. Er sagt aus, dass beim gleichzeitigen Besuch der Kindertagesstätte durch mehrere Kinder einer Familie nur das jüngste Kind den vollen Beitrag zu bezahlen hat. Die Gebühr für das zweite und jedes weitere Kind einer Familie ermäßigt sich dann um 50 Prozent. Für Kinder bis zum dritten Lebensjahr, also Krippenkinder, wird laut Satzung eine monatliche Gebühr zwischen 120 Euro (drei bis vier Stunden täglich) und 180 Euro (mehr als neun Stunden täglich) fällig. Ein Kindergartenplatz (ab drei Jahre) kostet im Monat zwischen 55 Euro (drei bis vier Stunden tägliche Buchungszeit) und 85 Euro (acht bis neun Stunden tägliche Buchungszeit). Die Schulkindbetreuung kann bei zwei Stunden täglich für 30 Euro pro Monat, bis zu mehr als acht Stunden täglich für 85 Euro im Monat gebucht werden.
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