Mit einem Gespräch bei Bürgermeister Karl Köhler begann der Erlanger Wahlkreisabgeordnete im Deutschen Bundestag, Stefan Müller (CSU), einen Besuch in der Gemeinde Uttenreuth. Müller besucht regelmäßig in sitzungsfreien Wochen des Parlaments die Gemeinden seines Wahlkreises, um sich ein Bild von aktuellen Themen vor Ort zu machen, erklärt sein Pressesprecher.

Köhler informierte den Abgeordneten über die politischen Schwerpunkte, die die Gemeinde in den vergangenen Jahren gesetzt hat. So verwende man in Uttenreuth rund 40 Prozent des Haushalts für Kinder und Jugendliche. Dies verteilt sich laut Köhler auf die Aufwendungen für Schulen und Kindergärten, sei aber nicht darauf beschränkt. Man plane in diesem Jahr einen Neubau für den Jugendtreff und werde die Aufwendungen für Spiel- und Bolzplätze oder das Ferienprogramm fortschreiben.

Das klare Ergebnis des Bürgerentscheids zu Gunsten der Südumgehung werteten Köhler und Müller als deutliches Signal, dass die Menschen endlich eine Lösung dieses Verkehrsproblems erwarten. Gemeinsam mit Köhler und Armin Mangold, Dr. Manfred Scherzer und Sascha Dentler als Vertreter der örtlichen CSU besuchte Müller im Anschluss einige Unternehmen in der Gemeinde.

Nach einem Rundgang durch die Ausstellung der Firma Haberzettel und einem Gedankenaustausch mit Wolfgang Haberzettel traf sich Müller mit Mitarbeitern der Einrichtung Gut Eggenhof, die über Planungen für den Neubau einer beschützenden Abteilung berichteten. Köhler machte deutlich, dass das Verhältnis der Uttenreuther zu der Einrichtung Gut Eggenhof ausgezeichnet sei.

Einem Abstecher zur Metzgerei Lang, bei der der Generationswechsel erfolgreich organisiert wurde, und die sich gut am Markt etabliert hat, folgte ein ausgedehntes Gespräch des Abgeordneten mit dem Geschäftsführer der Dachdeckerei Fleischmann & Grummt. Müller konnte aus dieser Begegnung eine Fülle von Einschätzungen aus der betrieblichen Praxis mitnehmen, was den Umgang mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für das Arbeitsleben angeht. So wird etwa das neue Saisonkurzarbeitergeld uneingeschränkt positiv gesehen, während es beispielsweise im Bereich des Kündigungsschutzes in den Augen des Unternehmers Verbesserungsbedarf gibt.

Dabei gehe es nicht um die generelle Möglichkeit, Mitarbeiter leichter entlassen zu können, sondern um bessere Möglichkeiten, gegen solche Mitarbeiter vorzugehen, die die Gesetze mit allen Tricks versuchen für sich auszunutzen. Leider gebe es solche Fälle im betrieblichen Alltag immer wieder. Dadurch werde aber Geld gebunden, das man lieber verwenden würde, um engagierte Mitarbeiter einzustellen.

Auch in den Betrieben wurde deutlich, dass Uttenreuth ein gutes Pflaster für Jugendliche ist: ausnahmslos alle besuchten Betriebe bilden für den eigenen Bedarf aus. Ein Umstand, der dem Arbeitsmarktpolitiker Müller besonders wichtig ist.

Im abschließenden Gespräch mit den örtlichen CSU-Vertretern machte der Abgeordnete deutlich, dass ihm die Besuche in den Gemeinden seines Wahlkreises sehr wichtig sind. Auf diese Weise habe er Gelegenheit, immer wieder aus erster Hand zu erfahren, wie vor Ort mit den Ergebnissen des politischen Prozesses umgegangen wird und welche Auswirkungen Entscheidungen des Parlaments haben.