Höchstadt a. d. Aisch

Ein Christbaum für jeden Laden in Höchstadt

Der Arbeitskreis "Lebendiges Höchstadt" startet mit 28 Christbäumen die nächste Aktion. Geschmückt sollen sie vor den Geschäften aufgestellt werden.
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Am Marktplatz konnten sich 28 Höchstadter Geschäftsleute ihre Weihnachtsbäume abholen.  Foto: Andreas Dorsch
Am Marktplatz konnten sich 28 Höchstadter Geschäftsleute ihre Weihnachtsbäume abholen. Foto: Andreas Dorsch
Baustelle vor der Ladentür, Baustelle auf den Zufahrtswegen. Die Geschäftsleute in Höchstadt - und vor allem die in der Innenstadt - müssen seit einigen Monaten mit einer Reihe von Beeinträchtigungen leben. Aber die Not schweißt zusammen. So haben sich die engagierten Ladeninhaber im Arbeitskreis "Lebendiges Höchstadt" solidarisiert und lassen sich immer wieder neue Aktionen einfallen, um Kunden zu locken und in Höchstadt zu halten.

Am Dienstag startete auf dem Marktplatz die Weihnachtsbaumaktion. Ein Mitarbeiter der Firma Frankentanne aus Oberwinterbach lud 28 Christbäume ab, die Hermann Zehn vom Höchstadter Gartenbauamt als Weißtannen identifizierte.


Einheitliches Bild

Ziel der Aktion ist es jetzt, dass die Christbäume weihnachtlich geschmückt vor den Ladentüren platziert werden. "Es soll in der ganzen Stadt ein einheitliches Bild ergeben", fordern Ute Schmidhuber und Birgit Brehm vom Arbeitskreis. Natürlich sollen nicht alle Christbäume gleich aussehen. Vielmehr ist die Kreativität der Geschäftsleute und ihrer Mitarbeiter gefragt.

Kunden und Besucher sollen beim Bummel durch Höchstadt auf 28 jeweils zwei Meter hohe Schmuckstücke stoßen. Für Sandra Schuster vom Höchstadter Stadtmarketing sind das natürlich ideale Voraussetzungen, um zum Wettbewerb "Wer hat den schönsten Weihnachtsbaum" aufzurufen. Schuster: "Der nackte Baum ist für alle gleich, jetzt muss geschmückt werden."

An Ideen mangelt es nicht. Während Ute Schmidhuber vom Zigarrenhaus Riegler mit einem "traditionell geschmückten Baum" liebäugelt, plant Matthias Przybyllok von Optik Buchmann einen Wichtelbaum. Zusammen mit der benachbarten Metzgerei Dresel soll an diesem Baum Geben und Nehmen im Vordergrund stehen. Kinder dürfen sich ein Geschenk vom Baum nehmen, wenn sie dafür eines hinhängen. Ob das funktioniert und Diebe und Vandalen abgehalten werden? Ute Schmidhuber appelliert an die Vernunft der Bürger.

Die im Arbeitskreis geborene Idee mit den geschmückten Weihnachtsbäumen vor den Geschäften halten nicht nur Schmidhuber und Brehm für eine gute, werbewirksame Aktion.


Aus dem Projektfonds finanziert

Finanziert wurden die in Oberwinterbach gekauften Bäume übrigens mit Geld aus dem Projektfonds, den die Stadt speziell für solche und ähnliche Aktionen eingerichtet hat. In diesen Fonds haben die Geschäftsleute eingezahlt und bekommen nun die Summe, die sie investiert haben, noch einmal von Stadt und Städtebauförderung als Zuschuss oben drauf.

Das Geld soll dann schnell und unbürokratisch für Projekte zur Stärkung und Belebung der Innenstadt eingesetzt werden. Vertreter der Kommune und Gewerbetreibende entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Die Vorhaben brauchen dann nur noch die Zustimmung der Städtebauförderung.

"Die Regierung schaut drauf, was wir machen", sagt Sandra Schuster. Für den Kauf der Christbäume mussten beispielsweise drei Angebote eingeholt werden, der günstigste Anbieter bekam den Zuschlag. Schuster geht auch davon aus, dass die Finanzierung der Bäume durch den Fonds eine einmalige Aktion war.

Eine Reihe von gelungenen Aktionen haben die Geschäftsleute schon umgesetzt. Stadtmarketing-Managerin Schuster war dabei besonders vom Schaufenstertausch beeindruckt.


Der Nikolaus geht um

Neben den geschmückten Christbäumen vor den Geschäften wird es jetzt in der Vorweihnachtszeit noch weitere Aktionen geben. Am kommenden Samstag, 3. Dezember, geht ab 9 Uhr der Nikolaus durch die Geschäfte, verteilt kleine Geschenke und Einkaufsgutscheine.

Am Freitag, 9. Dezember, plant der Arbeitskreis Lebendiges Höchstadt verlängerte Öffnungszeiten bis 20 Uhr. Birgit Brehm: "Die Leute können dann das Einkaufen mit einem Besuch des Höchstadter Weihnachtsmarktes verbinden."

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