Höchstadt
Einkaufszentrum

Edeka öffnet in Höchstadt neu: Bilder vom Umzug

Bilder wie in Krisenzeiten: Leere Regale und verwaiste Flure im ehemaligen Edeka-Markt in Höchstadt. Neu und alles fein säuberlich sortiert ist dagegen alles im neuen Markt ein paar hundert Meter weiter. Am Dienstagmorgen öffnet der Supermarkt seine Pforten.
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Der neue Edeka-Markt in Höchstadt eröffnet am Dienstag. Foto: Christian Bauriedel
Der neue Edeka-Markt in Höchstadt eröffnet am Dienstag. Foto: Christian Bauriedel
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Chinesiche Mu-Err-Pilze, eine Dose Knoblauchpulver und Algenentferner fürs Aquarium. Es ist schon interessant, was übrig bleibt, nachdem ein Supermarkt Räumungsverkauf hatte. Als Kulisse für einen Endzeitfilm oder für die Persiflage des real existierenden Sozialismus der DDR würde sich das alte E-Center in Höchstadt derzeit gut eignen. In den Regalen herrscht gähnende Leere. Kühlfächer ohne Inhalt. Kassen und Wühltische sind verwaist.

Ein paar hundert Meter weiter könnte der Kontrast nicht größer sein. Hier herrscht die bunte Warenwelt in niegelnagelneuen Regalschluchten. Am Dienstag um 7 Uhr eröffnetn der neue Edeka-Supermarkt mit Sektempfang und Bratwürsten. Auch die Rossmann-Drogerie und das Bekleidungsgeschäft Ernsting's Family öffnen am Dienstag ihre Pforten. Bei Vögele kann man bereits seit letztem Freitag einkaufen. Zweieinhalb Wochen dauerte der Umzug des Edeka vom Greiendorfer Weg an den Ortseingang neben der Fortuna Kulturfabrik. Für Betreiber Thomas Hahner und sein Team war es eine stressige Zeit. "So einen Umzug brauche ich nicht jeden Tag. Aber ich bin stolz, dass es so gut gelungen ist", sagt der 39-Jährige. Hahner stammt aus Burgebrach, wo er noch einen weiteren Supermarkt führt. 2012 hat er den Markt in Höchstadt übernommen.

Das alte Gebäude hat rund 30 Jahre auf dem Buckel. Eigentümer ist eine Investorenfirma. Das selbe Prinzip herrscht auch beim neuen Einkaufszentrum: Edeka plant, ein Investor baut, Hahner als privater Betrieber macht den Innenausbau. Hier habe er bis auf wenige Vorgaben von der Edeka-Zentrale freie Hand gehabt, so etwa bei der Wanddeko, der Beschriftung oder den Regaltypen.


Stolz aufs optische Highlight

Stolz führt Hahner durch seinen neuen Markt. Es gibt eine lange Fleischtheke sowie einen Backshop innen und eine Bäckerei im Foyer. Für Lotto und Tabakwaren gibt es eine eigene Theke. Besonders stolz ist Hahner auf ein optisches Highlight. Über der Obsttheke gibt es einen mit LEDs beleuchteten Wasserfall. Die wohl auffälligste Änderung: Der Getränkemarkt ist nicht mehr separat, sondern Teil der rund 2000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche.

1,8 Millionen Euro habe er investiert. Zehntausende Euro alleine für eine Kasse zum Selberscannen. "Ein Novum in Höchstadt", sagt Hahner. Die Pläne für das Aischpark-Center gefallen dem Supermarktchef nicht besonders. "Für Höchstadt überdimensioniert und sicherlich ein Stück Konkurrenz für uns", sagt Hahner.


Titel "E-Center" ist Geschichte

Die Verkaufsfläche sei etwas kleiner als im alten Markt, weshalb es sich auch nicht mehr um die Kategorie "E-Center" handelt, sondern einfach um einen "Edeka-Markt". "An der Produktpalette hat sich aber nichts geändert. Wir haben den Platz nur effektiver ausgenutzt", sagt Hahner. Die Produkte sind nicht nur effektiver angeordnet, sondern auch beeindruckend akkurat. Von der Limoflasche über das Joghurt bis zu den Kaugummis: alles im rechten Winkel. Etikett vorne, fein säuberlich auf Kante gestapelt.

Sarah Hamilton, eine der 40 Angestellten, räumt gerade Eierkartons ein. Um die letzten Wochen zu beschreiben, braucht sie nur drei Worte: "Voll viel Arbeit." Es sei schon zeitraubend, alles so ordentlich zu stapeln. Aber zur Eröffnung solle eben alles im Lot sein.
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