von Andreas Dorsch

Frech, flippig, pubertierend - so kennen die Fernsehzuschauer die 17-jährige "Nina Kreutzer" aus der Serie "Dahoam is Dahoam" des Bayerischen Fernsehens. Im richtigen Leben ist die Fernseh-Tochter des Apothekers Bamberger aber etwas anders: Andrea Schmitt, 22 Jahre, BWL-Studentin an der Uni in Nürnberg und eine "urwüchsige Hemhofenerin", wie es Bürgermeister Joachim Wersal (FW) formulierte, der die junge Dame dieser Tage zum Eintrag ins Goldene Buch geladen hatte.


Vom Internat geflogen


In der Serie ist die Hemhofener Hauptdarstellerin vom Internat geflogen. In echt wechselte sie nach der Grundschule in Hemhofen an ein Erlanger Gymnasium und begann nach dem Abi das BWL-Studium. Eine Freundin ihrer Mutter hatte die 22-Jährige aufgefordert, sich auf eine Anzeige in der Zeitung zu bewerben.

Unter 150 Kandidatinnen machte sie in zwei Castings das Rennen und begann im Juli 2009 mit den Dreharbeiten. Jetzt hat sie für die nächste Staffel wieder einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben. Bei vier Drehtagen in der Woche bleibt für das Studium inzwischen keine Zeit mehr. Die angehende Schauspielerin legt nach dem dritten Semester erst mal eine Pause ein und konzentriert sich auf ihre Arbeit beim Fernsehen.

Die Gage für ihre Rolle als waschechte Fränkin in Oberbayern ist so hoch, "dass ich davon in München leben und mir auch eine Wohnung leisten kann".

Serie mit Niveau


Andrea Schmitt bezeichnet "Dahoam is Dahoam" nicht als Daily Soap, sondern als tägliche Serie, die von kleinen Geschichten lebt und auch ein gewisses Niveau hat. Nicht umsonst ist die Serie auch schon mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet worden.

In ihrer Heimat wird die junge Dame immer häufiger als "Nina" erkannt oder bekommt zu hören, dass sie der Hauptdarstellerin in der Fernsehserie zum Verwechseln ähnlich sieht.