Herzogenaurach
Züchter

Die besten Vögel und ihre Züchter präsentierten sich in Herzogenaurach

16 Züchter zeigten bei der Vereinsschau des gemischten Vogelschutz- und Zuchtvereins Herzogenaurach 162 Vögel. Damit war die Schau in diesem Jahr sehr gut bestückt.
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Walter Drebinger und Oswald Fiedler, auf dessen Schulter ein Kakadu sitzt, unterhalten sich.  Foto: R. Meister
Walter Drebinger und Oswald Fiedler, auf dessen Schulter ein Kakadu sitzt, unterhalten sich. Foto: R. Meister
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16 Züchter zeigten bei der Vereinsschau des gemischten Vogelschutz- und Zuchtvereins Herzogenaurach 162 Vögel. Damit war die Schau in diesem Jahr sehr gut bestückt.
Der Vereinsschau schloss sich die zweite Landkreisschau an, die von Züchtern aus Fürth und Röttenbach genutzt wurde, um ihre Tiere der Bevölkerung zu präsentieren.
Für die Züchter ist die Ausstellung der Höhepunkt im Vereinsjahr. Denn dann wird das Ergebnis eines erfolgreichen Züchterjahres nicht nur den Wertungsrichtern vorgestellt, sondern auch die Bevölkerung soll einen Einblick in die Arbeit des Vereins bekommen.

Attraktives Rahmenprogramm

Nicht nur Bürgermeister German Hacker (SPD) lobte das Engagement des Vereins. Auch Vorsitzender Herbert Peterle zeigte sich mit dem Ergebnis und dem Zuchterfolg seiner Mitglieder zufrieden.

Bereits bei der offiziellen Eröffnung war der Andrang an der Kasse ganz gut. Viele Stadträte waren anwesend und auch Hannes Trippold, ein Vertreter des Patenvereines, des Kleintierzuchtverein K 7 aus der Partnerstadt Wolfsberg in Kärnten, war gekommen. Dass mit einer reinen Vogelausstellung niemand mehr hinter dem Ofen hervorzulocken ist, wird beim Vorstand des gemischten Vogelschutz- und Zuchtvereins schon lange berücksichtigt. Der Verein bietet seit vielen Jahren während seiner Ausstellung ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm an. Zu den Stammgästen gehören dabei Gudrun Oed mit ihrem Imkerprodukten. Sie bietet nicht nur alles rund um den Honig an, sondern informiert auch über die Bienenhaltung. Bernd Sohl, der Vogelschutz-Fachmann des Vereins, zeigte an seinem Stand den Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten rund um den Vogelschutz auch im eigenen Haus oder Garten. Kinderschminken und die große Tombola mit attraktiven Gewinnen gehörten ebenso zum Rahmenprogramm wie eine kleine Ausstellung von Bildern zum Thema Natur mit Daniel Mahr (13 Jahre), Heinz Czellnik und Roland Meister.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Im Fokus standen natürlich die Züchter, die sich dank erfolgreicher Zucht Landkreissieger oder Vereinsmeister nennen dürfen. Beginnen wir mit dem besten Farbkanarienvogel der Schau von Bernd Gatzweiler, der sich auch den Sieg mit der besten 4er-Kollektion sicherte. Waldemar Detzel hatte den besten Kanarien in der Klasse Positur und Winfried Faust züchtete den besten Mischling. Den besten Finken der Schau und somit Landkreissieger und Vereinsmeister ist Winfried Faust mit einen Feuerzeisig.

Weitere Gewinner sind bei den Farbkanarien Waldemar Detzel, Winfried Faust und Bernd Gatzweiler. In der 2er-Kollektion Rot-Schwarz siegte Horst Schimana, und Bernd Gatzweiler hatte mit Achat Rot Mosaik Typ 1 die beste 2er-Kollektion. Mit dem Farbenschlag Gelb-Schimmel und Gelb intensiv sicherte sich Waldemar Detzel in der 4er-Kollektion den Titel, während Bernd Gatzweiler mit Achat Rot Mosaik Typ 2 sowie Achat Rot Mosaik Typ 1 auch in der 4er-Kollektion erfolgreich war.

Einen weiteren Sieg sicherte sich Bernd Gatzweiler, ebenfalls in der 4er-Kollektion mit Rot Mosaik Typ 2.
Bei den Positurkanarien holte Waldemar Detzel alle Titel. Angefangen mit Bossu-Belge Gelbintensiv über Bossu-Belge Gelbschimmel bis zu Bossu-Belge Gescheckt-Schimmel. Bei den Finken, Cardueliden und Europäern sicherte sich Winfried Faust mit seinen Feuerzeisigen in den verschiedensten Farben vier Titel, und bei den Mischlingen Feuerzeisig-Kanarienvogel siegte ebenfalls Winfried Faust.

Gattung Prachtfink: Den besten Prachtfink der Schau und somit Landkreissieger und Vereinsmeister züchtete Jürgen Popp, der auch den besten domestizierten Prachtfinken hatte. Hier zum besseren Verständnis, was domestizierter Prachtfink bedeutet. Die Domestikation ist ein Veränderungsprozess von Wildtieren, bei dem diese durch den Menschen über Generationen hinweg genetisch isoliert von der Wildform gehalten werden. Die Domestizierung von Wildtieren ergibt sich durch die menschliche Auslese und Isolation solcher Individuen zur Züchtung der Art, die den gewünschten Eigenschaften am meisten entsprechen, zum Beispiel eine bestimmte Farbe, Größe, Form. Zweck der Domestizierung ist die Verwendung als Heimtier. Folgende Prachtfinkenarten zählen heute zu den domestizierten Arten. Das Japanische Mövchen, eine vom Menschen neu gezüchtete Art. Der Reisfink, dessen Ursprung im asiatischen Reisfink liegt, sowie der Zebrafink, dessen Ursprung im australischen Zebrafink liegt. Den besten nicht domestizierten Prachtfink stellte Helmut Nix aus. Es handelte sich um eine Gouldsamadine Schwarzkopf. Samuel de Giorgi hatte den besten Zebrafinken in der Jugendklasse, während sein Bruder Adriano mit einer Reisamadine ebenfalls in der Jugendklasse erfolgreich war.
Das beste Japanische Mövchen hatte Jürgen Popp, und Holger Schorr stellte die beste Reisamadine aus.

Weiter geht es im Reigen der Ausstellungsvögel mit den Großsittichen. In dieser Gattung hatte Tobias Urbainczyk mit einem Katharinasittich naturfarben den besten Vogel der Schau. Bei den Agaporniden, Zwergpapageien oder Unzertrennliche, heißt der beste Züchter Horst Schimana mit einem Fischeri naturfarben. Den besten Roseicolli der Schau hatte Jörg Czellnik. Zu guter Letzt sind die wohl bekanntesten Vögel, die Wellensittiche, an der Reihe. Vereinsmeister und Landkreissieger ist mit dem besten männlichen Wellensittich der Schau Klaus Herbig mit der Gattung "Weiß". Den besten Wellensittich beim Gegengeschlecht, sprich Weibchen, stellte Andreas Wagner aus. Hier handelt es sich um eine australische Schecke "Zimt Blau", und Klaus Herbig hatte auch den besten Altvogel der Schau in der Gattung "Lutino".

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