Gut 50.000 Schaulustige säumten gestern in Erlangen-Bruck die Straßen, auf denen sich der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Faschingsumzug bewegte. Petrus hatte ein Einsehen und so kam der Wettermix aus Wolken und Sonnenschein den Veranstaltern gerade recht. Erfordert es im Vorfeld doch sehr viel Zeit, alles zu organisieren. Dazu gehört nicht nur, die Teilnehmer einzuladen, sondern vor allem die Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften der Stadt wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ist dabei sehr wichtig. Von den erforderlichen Straßensperren über die Zugbegleitung bis hin zur Straßenreinigung am Ende des Festzuges ist alles zu klären.
Aufgestellt und formiert hatte sich der Zug mit etwa 1000 Aktiven in 44 Gruppen und Vereinen, darunter alleine neun Faschingsgesellschaften aus dem Umland, traditionell in der Fürther Straße und am Brucker Marktplatz. Der Brucker Faschingszug gehört zu den größten in Mittelfranken.

Gäste aus dem Landkreis


Mit dem vereinseigenen Fahrzeug an der Spitze, einem Ford Transit, der vermutlich schon so alt ist wie die Faschingsgesellschaft der Brucker Gaßhenker, die in dieser Session ihren 42. Geburtstag feierte, setzte sich der Zug pünktlich in Bewegung. Über die Felix-Klein-Straße ging es über die Bunsenstraße und Tennenloher Straße zum Ausgangspunkt zurück.
Unter den Wagen befanden sich auch ein bunt geschmücktes Exemplar des Karnevalsclubs Herzogenaurach sowie der TSG Weisendorf mit ihren Elferräten und Garden. Nach den Worten des Vorsitzenden der Brucker Gaßhenker, Hans Siegel, stellt seine Faschingsgesellschaft mit etwa 200 Aktiven einen Großteil der Beteiligten. Stimmung, Frohsinn und Heiterkeit standen im Mittelpunkt der bunt geschmückten Wagen. Während des gesamten Umzuges wurden zentnerweise Süßigkeiten unter den Besuchern verteilt.
Nach gut zwei Stunden neigte sich der Umzug seinem Ende entgegen und die Schaulustigen machten sich scharenweise, bepackt mit Beuteln voller Süßigkeiten, zufrieden und überwältigt von der Vielfalt und Farbenpracht auf dem Heimweg. Wer noch feiern wollte, konnte das beim anschließenden Umzugsball in der Eichendorff-Sporthalle.