Münchaurach
Chöre

Die Lust am Singen verbindet alle

Der Gesangverein Fidelia hatte unter dem Motto "Leicht und beschwingt in den Sommer" nach Münchaurach geladen.
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Die Gastgeber Fidelia Münchaurach hatten viele Gleichgesinnte für ein unterhaltsames Programm eingeladen. Foto: Richard Sänger
Die Gastgeber Fidelia Münchaurach hatten viele Gleichgesinnte für ein unterhaltsames Programm eingeladen. Foto: Richard Sänger
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Einen Nachmittag voller Lieder, die zum Schmunzeln und zum Lachen brachten, boten die Chöre unter dem Motto "Leicht und beschwingt in den Sommer" beim traditionellen Sommerfest des Gesangvereins Fidelia Münchaurach. Der Vorsitzende Andreas Dobler vom gastgebenden Verein und Hildegard Menzel konnten Hans und Fritz Strattner für 50 Jahre sowie Manfred Bock für 25 Singen im Chor mit Nadel und Urkunde auszeichnen.


Voice Garden erobert Herzen


Wer kennt sie nicht, die Situation: Eine zufällige Begegnung führt zu der üblichen belanglosen Unterhaltung zwischen zwei Bekannten. Die treffen sich nach einiger Zeit wieder und versuchen zu verbergen, dass sie sich weder an den Namen des Gegenüber erinnern können noch daran, woher sie ihn überhaupt kennen und das Lied mündete zum Schluss in der Pointe: "Wer war das eigentlich?"

Mit der Komposition "Nette
Begegnung" von Oliver Gies und der passenden Mimik betrat "Voice Garden" unter der Leitung von Kerstin Meier das Rund im Pausenhof und der kleine Chor zog die Aufmerksamkeit auf sich. Mit "Time after Time" und "Weit, weit weg" sowie "Music", eroberte Voice Garden endgültig die Herzen der Zuhörer und durfte ohne eine lustige Zugabe zum fränkischen Leben das Rund auch nicht verlassen.


Gastgeber eröffneten


Im Hof der Grundschule in Münchaurach kannten sich natürlich alle Akteure der sechs teilnehmenden Chöre, der humorvolle und bestens gelungene Vortrag von Voice Garden dürfte ein Chorhit werden, dies ließ zumindest der frenetische Beifall am Ende vermuten.

Traditionell eröffnete der Gastgeber unter der Leitung von Waldemar Welker das Konzert, "das ist nicht unhöflich, sondern nur weil die Sänger dann gleich wieder hinter die Theke und den Grill müssen", erklärte Moderator Manfred Bock, schließlich sollten sich die Gäste bestens versorgt wissen. Fidelia Münchaurach begann mit dem Ohrwurm "Die kleine Kneipe" und an den Tischreihen wurde mit eingestimmt. Der Chor besang mit "Griechischer Wein" und dem "Chianti Lied" das Trinken und hatte auch den Millionenseller "The Lions sleeps tonight" aufgelegt, mit Manfred Bock präsentierte der Chor einen hervorragenden Solisten.


Ein gern gesehener Gast


Ein gern gesehener Chor in Münchaurach ist jedes Jahr auch der Landfrauenchor unter der Leitung von Sandra Haagen. Bange Blicke zum Himmel bei "Rauscht der Sommerwind" und vernehmbarem Donner erübrigten sich, es blieb trocken. Die Landfrauen luden zum Mitsingen ein, huldigten mit "Heimatliebe" der Heimat und machten mit "Kalinka" einen Ausflug nach Russland.

Mit Applaus begrüßt wurde der Volkschor Herzogenaurach mit seiner Leiterin Cornelia Schmidt. Da durfte natürlich das Lied "Lollipop" nicht fehlen und die Augen der Zuhörer folgten allzu gerne dem Dirigat der Chorleiterin. "Ich bin halt mal so, ich kann nicht anders", beantwortete die Chorleiterin die staunenden und amüsierten Blicke. Bei den Beatles-Songs "Let it be" und "Yellow Submarine" wiegten und summten die Reihen mit und Schmid wies darauf hin, dass ein gelbes U-Boot eigentlich ein totaler Blödsinn sei.


Kirchen- und Projektchor


Nach der Pause forderte der Liederkranz Höchstadt geleitet von Irena Konjaev mit "Mach mal Urlaub, mach mal Pause" zum Ausspannen ein, weil "Musik die Welt erfüllt" und weil zum Schluss das Potpourri "Wiener Spezialitäten" serviert wird.Der Kirchenchor unter der Leitung von Beat Beck hatte sich mit dem Projektchor verstärkt, weil ein größerer Auftritt bevorsteht. "Wir proben vier bis fünf Mal im Jahr und haben einen Auftritt", erklärte die Chorleiterin und lud weitere Singbegeisterte zur nächsten Probe ein.

Natürlich standen Gospelsongs wie "The Gospeltrain" und "Go tell it to the mountains" im Vordergrund. Aber auch "Holy, holy, holy" und das Südafrikanische Spiritual "Singabahhambayo" luden zum Mitwippen ein. Dies genossen nicht nur Bürgermeister Klaus Schumann, sondern auch Landrat Alexander Tritthart, beide bezeichneten den unterhaltsamen Nachmittag als eine Bereicherung der kulturellen Veranstaltung.


Auch kulinarisch ein Genuss


Das Gerücht, dass viele Leute nur wegen der guten Torten und Kuchen nach Münchaurach gekommen waren, wollte niemand bestätigen. "Geschmeckt hat's schon und schön war es auch" lobte der Höchstadter Alois Schell am Ende.


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