Kairlindach

Die Lieder machten gute Laune

Die Sommerserenade musste vom Schlosspark in die Kirche verlegt werden. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.
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Die drei Chöre stimmten am Schluss gemeinsam an. Foto: Richard Sänger
Die drei Chöre stimmten am Schluss gemeinsam an. Foto: Richard Sänger
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Wer glaubte, ein Kirchenchor singt nur geistliche Lieder, wurde am Samstagabend in Kirche St. Kilian in Kairlindach eines Besseren belehrt. Der Traum der evangelischen Pfarrerin Maria Reichel von einer Sommerserenade ging allerdings nur halb in Erfüllung. Die als "Picknickkonzert" angekündigte Serenade im Schlosspark der Familie Baron von Gagern musste in die Kirche verlegt werden. Der Wetterbericht ließ nichts Gutes ahnen und so wurde am Samstagmittag beschlossen, das Konzert in der Kirche abzuhalten. Dass eine richtige Entscheidung getroffen wurde, bewies der starke Gewitterregen etwa eine halbe Stunde vor dem Konzert.


Freude an der Natur

Es gab dann zwar kein Picknick, aber der Gesangverein Cäcilia aus Großenseebach und die Kirchenchöre Dechsendorf und Kairlindach entschädigten die Besucher mit ihren Darbietungen. Zu hören war Romantisches ebenso wie Lieder aus Rock und Pop.
Da das Konzert für eine Aufführung im Freien geplant war, hatten sich die Chöre mit ihren Stücken auf die Schöpfung Gottes und der Freude an der Natur vorbreitet. Der Kirchenchor Kairlindach eröffnete den Abend mit "Über Berg und Tal" und auch der Chor aus Dechsendorf ließ mit "Alles, was atmet, alles was lebt" und "Die Erde trägt ein buntes Kleid" aufhorchen. Der Kairlindacher Chor erinnerte mit "Seine Hand hält dich fest" und "Bist zu uns wie ein Vater", wem die Schöpfung und die Schönheit der Erde eigentlich zu verdanken ist.

Dass Bäume "Heiligtümer" sind, das sagte einmal Hermann Hesse und was ein Baum sagt, wenn man ihn hören könnte, erklärte Marco Winkler, Chorleiter der Chöre Kairlindach und Dechsendorf.

Dazu passte dann auch das bekannte Lied "Durch die Wälder bin I ganga" und "O Täler weit o Höhen" vom Kirchenchor Kairlindach, gefolgt von dem Ohrwurm "Aber dich gibt's nur einmal für mich", den der Dechsendorfer Chor brillant vortrug.

Die Fahne Frankens hielt Marco Winkler hoch, erinnerte an drei wichtige Sachen, die Keller, die Kirchweihe und die dazugehörige Musik - Brauchtümer, die es eigentlich nur in Franken gibt und die unbedingt bewahrt werden müssen.

Mit einem Beatles-Medley huldigte der Gesangverein Cäcilia unter der Leitung von Udo Reinhardt der erfolgreichsten Band der Geschichte und beim Blick in die Kirchenbänke war zu sehen, dass die meisten der Besucher in Erinnerungen schwelgten und sich hin und her wiegten.

Mit "Ramalama" hatte der hatte der Kairlindacher Chor in kleiner Besetzung ein besonders reizvolles Chorarrangement mitgebracht, das nicht nur gute Laune verbreitet, sondern auch dem Publikum einheizt. "Wisst Ihr, was ein Lutschter ist", fragte Marco Winkler und die Antwort gab der Chor mit dem Ohrwurm "Lollipop" und das Publikum schnippte fleißig mit.

Schließlich vereinigten sich die drei Chöre und die Besucher wurden aufgefordert, beim Frankenlied kräftig mitzusingen. Und auch bei "Möge die Straße uns zusammenführen", einem irischen Segenslied, unterstützten die Besucher die Chöre. Auch wenn das Konzert in die Kirche verlegt werden musste, ein Teil des Traumes der Pfarrerin hatte sich doch erfüllt.

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