Hemhofen
Vereinsporträt

Die Hemhofener wollen Skifoan

Seit vielen Jahren organisiert der Skiclub Hemhofen für seine Mitglieder Fahrten in die Südtiroler Alpen. Genauso wichtig ist den Vereinsverantwortlichen aber der Unterricht im Fichtelgebirge.
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Auf verschneiten Berghängen fühlen sich die Mitglieder des Skiclubs Hemhofen am wohlsten. Foto: privat
Auf verschneiten Berghängen fühlen sich die Mitglieder des Skiclubs Hemhofen am wohlsten. Foto: privat
Die Geschichte des Skiclubs Hemhofen darf man über lange Zeit mit der Person des heutigen Ehrenvorsitzenden Harald Gruhl verknüpfen. Dabei, so erzählt er, sollte er 1992 nur für zwei Jahre den Vorsitz übernehmen. Gebeten hatte ihn damals der Gründungsvorsitzende Rolf Richter, der einen Nachfolger suchte, weil er nach Berlin zog. "Und daraus sind dann 22 Jahre geworden", sagt Gruhl schlicht. Er freut sich aber, dass er seit zwei Jahren mit Kerstin Frank eine junge Nachfolgerin hat.

Fragt man Gruhl nach den wichtigsten Ereignissen in der Vereinsgeschichte, nennt er als erstes die Gründung der Skischule des Deutschen Skiverbands. Seit Jahren schon lernen hier - zum Beispiel unter Skilehrer Michi (DSV-Skischulleiter Michael Frank) - junge, aber auch ältere Anfänger "das Stehen auf den Brettl'n", egal ob Ski oder Snowboard. 15 Übungsleiter sind im Lehrteam. Regelmäßig fahren die Hemhofener dazu ins Fichtelgebirge, genauer zum Klausenlift in Mehlmaisel. In Hemhofen fehlt's halt nunmal an Schnee und auch an Hängen.
Als Zweites nennt Gruhl das Herrichten des ehemaligen Bahnhofs Zeckern als Vereinsheim. Dann erst kommt er auf die organisierten Skifahrten zu sprechen. "Unsere ersten Fahrten führten uns nach Krimml. Den Ort in Österreich kennt man von den Wasserfällen."


Viel Lärm am frühen Morgen

Schaut man dann in die Herbstausgabe der Mitgliederzeitschrift, entdeckt man schnell, dass auch mehr als 20 Jahre später Krimml noch ein attraktives Ziel ist. Im Dezember 2014, ganz kurz vor Weihnachten, fuhr ein kleine Gruppe skibegeisterter Jugendlicher auf den Söllhof, wo man traditionell mit Topfschlagen in der Früh geweckt wird, damit man auch rechtzeitig im Skigebiet Schmittenhöhe ist. Eine so lange Tradition hat auch die Skifunwoche in Vigo di Fassa. Hier rekrutieren sich die Teilnehmer mehrheitlich aus der Gruppe 45+, nicht zuletzt deshalb, weil die Aktion länger als ein Wochenende dauert.

Wie viele Jahre es genau sind, dass die Hemhofner dort im südlichen Südtirol Quartier beziehen, hat Gruhl nicht nachgezählt. Aber: dass von dort aus jeden Tag ein anderes Skigebiet angefahren werden kann.
Das Quartier für mehr als 50 Personen zu finden, war nicht einfach. Das Ehepaar Gruhl opferte dafür eine großen Teil eines Südtirol-Urlaubs. "Wir sind damals von Tal zu Tal gefahren. Internetauftritte gab es ja damals noch nicht", erinnert sich Ehefrau Jutta Gruhl. "So haben wir fünf Tage gebraucht, bis wir was Passendes gefunden hatten." Die Anfang wurden sogar zwei Häuser für die skibegeisterten Hemhofner reserviert. Dafür begrüßt natürlich die Wirtsfamilie Luciano Vian vom Hotel Miramonti jedesmal die Gäste herzlich, auch wenn sich die Teilnehmerzahl inzwischen auf rund 20 reduziert hat.

Ein Ziel ihrer Skifahrten haben die Hemhofener inzwischen aufgegeben: den Wilden Kaiser. "Die Schneelage dort ist einfach zu unsicher geworden", erklärt Gruhl. Dafür geht es in dieser Saison zum ersten Mal in den Lungau.
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