Röttenbach
Geschichte

Die Harmonika fand in Röttenbach viele Freunde

Der Harmonika-Club schrieb in Röttenbach von Anfang eine Erfolgsgeschichte. Vor allem Menschen, die die Musik das erste Mal hören, staunen über das vielfältige Repertoire.
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Die Harmonika-Freunde beim Sommerfest Fotos: privat
Die Harmonika-Freunde beim Sommerfest Fotos: privat
Das Akkordeon hält man nicht unbedingt für ein Instrument, das junge Leute begeistert, verbinden es doch viele eher mit einem Musikinstrument, das zur Begleitung eher traditioneller Volksmusik dient. Die Harmoniker spielen jedoch alles, am wenigsten jedoch Volksmusik.

Vor mittlerweile über 39 Jahren kam Paul Zeh, dem Gründer und langjährigen Dirigenten des HCR, der Gedanke, in Röttenbach eine kleine Harmonika-Spielgruppe zu gründen, was große Zustimmung fand. Innerhalb kurzer Zeit traf sich ein kleiner Kreis Jugendlicher im Heim der Katholischen Landjugend, machte sich Gedanken über diesen Vorschlag und schon ging's los.

Harmonikas wurden auf eigene Kosten besorgt. Eine Harmonika kostete damals zwischen 600 und 1000 DM.
Schnell bildeten sich mehrere Gruppen: Anfänger, Fortgeschrittene, sogar ein Orchester entstand.
Es wurde fleißig geprobt und die Musiker wirkten schon bei kleineren Veranstaltungen mit.



Vor 39 Jahren

Am 6. Mai 1976 fand die Gründungsversammlung des HCR statt. 39 Mitglieder, davon 19 Aktive, gaben dem Verein den Namen Harmonika-Club Röttenbach und Umgebung. Gleich darauf wurde der Club Mitglied im Deutschen Harmonika Verband.

Weihnachten 1978 gab der Harmonika-Club zum ersten Mal im Saalbau der Familie Bräun ein öffentliches Konzert. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. In der Tageszeitung hieß es damals: "Die Premiere ist gelungen." Damals wurden fast 1000 DM für den weiteren Aufbau des Harmonika-Clubs gespendet.

Es folgten Konzerte und Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen, die immer großes Lob einbrachten. Die Räume der alten Schule dienten dabei in den ersten zwölf Jahren als Übungsraum.
Bei einem Sommerfest im alten Schulhaus, bei dem es sehr regnete, bot der damalige Pfarrer Löhlein spontan das Pfarrheim als Veranstaltungsraum an. Als der Club nach einigen Jahren das Schulhaus wegen anderer Belegung räumen musste, durfte er die Übungsstunden ins katholische Pfarrheim verlegen, in dem noch heute geprobt wird.

Heute gehört der Harmonika-Club zum festen kulturellen Bestand Röttenbachs.



Bessere Instrumente

Um auch die klangliche Qualität zu verbessern, wurden im Lauf der Zeit teure Instrumente für das Orchester angeschafft. Nach 25 Jahren übergab Paul Zeh (Ehrendirigent, 2015 verstorben) beim Festkonzert zum 25-jährigen Bestehen den Taktstock an seine Nachfolgerin Eva Pauler-Müller, staatlich geprüfte Diplom-Musiklehrerin, und wünschte dem Harmonika-Club auch weiter viel Erfolg.

Nach sieben Jahren fruchtbringender Zusammenarbeit beendete Eva Pauler-Müller ihre Tätigkeit. Ihre Nachfolgerin wurde Simone Ehrlicher. Sie spielte im Orchester und leitet seit 2008 das Orchester und die Ausbildung der Schüler.

Als angehende Lehrerin mit der Fachrichtung Musik war das damals eine sehr gute Wahl. In den Vorgruppen lernen die jüngeren Spieler die Grundlagen des Akkordeonspielens. Neben Liedern, deren Schwierigkeitsgrad sich im Lauf der Ausbildung steigert, bekommen die Schüler auch alle theoretischen und praktischen Kenntnisse beigebracht, die wichtig sind, um das Akkordeon zu beherrschen, wie das Notenlesen, die richtige Haltung und die Balgtechnik.

Die Schüler spielen sowohl Einzelstücke als auch gemeinsam mit anderen Schülern, um so in der Gruppe das Zusammenspiel zu erlernen. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um später ohne Schwierigkeiten ins Orchester wechseln zu können.

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