Vestenbergsgreuth
Jubiläum

Der TSV Vestenbergsgreuth feiert Jubiläum

Der TSV Vestenbergsgreuth blickte bei einem Ehrungsabend auf bewegte Zeiten zurück.
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Robert Hermann (l.) ehrte unter anderem Helmut Hack, einen seiner Vorgänger als Vorsitzender, für 40 Jahre Mitgliedschaft. Fotos: Paul Frömel
Robert Hermann (l.) ehrte unter anderem Helmut Hack, einen seiner Vorgänger als Vorsitzender, für 40 Jahre Mitgliedschaft. Fotos: Paul Frömel
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Na gut, man kann mal ein Fußballspiel gegen eine Eishockeymannschaft verlieren. Aber nur, wenn man dafür 15 Jahre später den amtierenden Deutschen Meister Bayern München schlägt. Beides geschafft hat der TSV Vestenbergsgreuth, wobei der Sieg im DFB-Pokal gegen die Bayern am 14. August 1994 den TSV bundesweit berühmt machte, währen die Niederlage im Freundschaftsspiel gegen den ZSKA Moskau am 6. August 1979 eher zu den gut gehüteten Vereinsgeheimnissen gehört. Wie gut, dass Vorsitzender Robert Hermann bei der 40-Jahr-Feier des TSV Spieler und Funktionäre aus den vergangenen vier Jahrzehnten zu Wort kommen ließ, denn so bekamen die Gäste nicht nur trockene Historie zu hören, sondern auch die eine oder andere Anekdote.
Der Gründungsvorsitzende Gerhard Kilian erinnerte an den 1. Februar 1974, als der heute gut 320 Mitglieder zählende TSV Vestenbergsgreuth im Gasthaus Fürstenhöfer aus der Taufe gehoben wurde. "Wir waren eine Familie", sagte er, "und es war eine tolle Zeit." Das bestätigte auch der Ehrenvorsitzende Helmut Hack, der den TSV von 1984 bis 1997 leitete und heute Präsident der SpVgg Greuther Fürth ist. "Wird aus dem Zufallsprodukt eine tolle Elf?", hatte der FT vor 40 Jahren in seinem Bericht über die Vereinsgründung gefragt, wusste Hack, und die Antwort auf diese Frage gab der Verein mit seinem nahezu kometenhaften Aufstieg aus der damaligen C-Klasse bis in die Regionalliga.

Helmut Hack schwärmt

"Es war die schönste Zeit meines Lebens, ein Traum", gab der Ehrenvorsitzende zu. Er erzählte von dem "legendären Moment", als Roland Stein das 1:0 gegen den FC Bayern köpfte, aber auch von Fußballern wie Karl-Heinz Mertins oder Roland Thomas, die einst wegen des Sports nach Vestenbergsgreuth gekommen waren und nun "als Menschen ein Gewinn für uns sind". Man müsse aber auch sehen, "dass unsere Erfolge immer viel größer als unsere Möglichkeiten waren", weshalb es letzten Endes 1996 auch zum Zusammenschluss der Leistungsfußballabteilung des TSV mit der SpVgg Fürth gekommen sei.
Um den sportlichen Erfolg halten zu können, hätte man Unmengen an Geld vom Hauptsponsor, der ortsansässigen Firma Martin Bauer gebraucht, und das sei nicht zumutbar gewesen. Überhaupt sei man ohne das Sponsoring der MaBa niemals so weit gekommen, erwähnten nicht nur Hack, sondern auch Hermann und Bürgermeister Helmut Lottes (UB), der den TSV von 1997 bis 2010 geführt hatte.

Zwei neue Ehrenmitglieder

Aus Dankbarkeit für das Engagement der Firma wurden dann als Überraschung des Abends deren Geschäftsführer, die Brüder Adolf und Martin Wedel, zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. In einer launigen Dankesrede erinnerte sich Martin Wedel an die Zeit, als sein Vater zu Bayernliga-Zeiten des TSV alle Zeitungen des Freistaats abonniert hatte und er abends zwei Stunden lang Artikel ausschneiden musste. Außerdem erzählte er schmunzelnd von seinem ersten Trainingsanzug, den er bekommen hatte und dessen Jacke er auch an diesem Ehrungsabend gerne angezogen hätte, aber sie sei durch häufiges Waschen wohl etwas eingegangen ...
"Ohne Vereine wäre der Ort tot, und deswegen engagieren wir uns", ergänzte Adolf Wedel. Das tat das Unternehmen auch in den Jahren von 1997 bis 2007, als in Vestenbergsgreuth nur noch Jugendliche und Alte Herren Fußball spielten, und tut es auch heute noch. Allerdings nur in einem geringen und vernünftigen Rahmen, wie auch Lottes erklärte, denn man habe den Weg von damals mit dem Neustart 2007 kein zweites Mal gehen wollen. Es wird also kein zweites Fußballmärchen aus dem Steigerwald geben, und die aktuellen Kreisklassenkicker werden wohl auch nie gegen ZSKA Moskau spielen. Dafür aber als Höhepunkt des 40. Jubiläums am 27. Juni gegen die SpVgg Greuther Fürth, die dann vielleicht als frisch gebackener Erstliga-Aufsteiger an den Schwalbenberg kommt.


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