Münchaurach
Abbruch

Der Münchauracher "Schandfleck" kommt weg

Die Abrissbirne hat ihre Aufgabe erledigt und ein gemeindeeigenes Haus in Münchaurach dem Erdboden gleich gemacht. Die künftige Verwendung des Grundstücks beschäftigte zwar schon zwei Gemeinderäte, ist aber immer noch offen.
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Der Bagger schafft in kurzer Zeit Fakten. Das alte Haus an der Ecke Fürther/Könisgsstraße in Münchaurach kommt weg. Foto: Chris Knobl
Der Bagger schafft in kurzer Zeit Fakten. Das alte Haus an der Ecke Fürther/Könisgsstraße in Münchaurach kommt weg. Foto: Chris Knobl
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Eigentlich wartete der Aurachtaler Bürgermeister Klaus Schumann (ÜWB) schon Anfang September auf den Bagger, der das gemeindeeigene ehemalige Wohn- und Geschäftshaus in Münchaurach an der Ecke Königs- und Fürther Straße dem Erdboden gleichmachen sollte.

Emotionale Diskussion

Bereits in der letzten Amtszeit des Gemeinderats war über die Zukunft des heruntergekommenen Hauses emotional diskutiert worden. Der damalige Bürgermeister Erwin Schopper konnte sich einen Umbau zum Bürgerhaus mit Vereinsräumen vorstellen.

Die Opposition aus CSU und WGA plädierte für den Abriss und eine freienFläche, da das Gebäude nur einen schmalen Gehsteig habe und zu nahe an der Straße stehe.

Der vorhergehende Gemeinderat wurde sich über den "Schandfleck", wie das Haus in der Öffentlichkeit ganannt wurde, allerdings nicht einig.

Das Gremium überließ das Problem letztendlich dem neuen Bürgermeister und dem neugewählten Gemeinderat. Mit der Pause verschaffte die Gemeinde den Feuerwehren aus Münchaurach, Falkendorf und Neundorf ein realistisches Übungsobjekt, in dem das Löschen und das Retten von Menschen gleichermaßen geübt werden konnten.

Nach der Kommunalwahl setzte der neue Bürgermeister das Objekt wieder auf die Tagesordnung und der Gemeinderat beschloss den Abriss. Schuhmann hätte das Problem gleich zu Beginn seiner Amtszeit erledigt, die beauftragte Firma war aber ausgebucht.

Firma vor Ort

"Ich kann es schon nicht mehr erwarten, immer wenn ich dran vorbeikomme, überfällt mich ein Schaudern", meinte Schumann schon im August. Inzwischen ist die Firma Bucher vor Ort. Bevor es mit dem Abriss losgehen konnte, kosteten auch die Entkernung und das Aussortieren der unterschiedlichen Materialien Einiges an Zeit.

Die Staatsstraße ist derzeit nur einspurig befahrbar, und der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt.
Was nach der Räumung des Grundstückes weiter passieren wird, ist noch offen. Der Gemeinderat wird sich mit neuen Ideen für die künftige Verwendung beschäftigen.
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