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Hemhofen
Asylbewerber

Der Flüchtlingsstrom in den Landkreis Erlangen-Höchstadt hält an

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt muss weitere 200 Flüchtlinge unterbringen. Für 80 ist Platz in der ehemaligen Tennishalle in Hemhofen, 120 übernimmt die Stadt Baiersdorf bis Ende September in ihre Dreifachhalle.
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Erst vor wenigen Wochen wurden in der Baiersdorfer Sporthalle Feldbetten aufgestellt. Das steht jetzt wieder an.  Foto: Pauline Lindner
Erst vor wenigen Wochen wurden in der Baiersdorfer Sporthalle Feldbetten aufgestellt. Das steht jetzt wieder an. Foto: Pauline Lindner
Die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber entspannt sich nicht. Im Gegenteil: Ab Mitte August muss der Landkreis Erlangen-Höchstadt weitere 200 Flüchtlinge aufnehmen.

Wie bereits bekannt, werden 80 davon noch in der ehemaligen Tennishalle in Hemhofen einquartiert. Für die restlichen 120 habe der Landkreis jetzt auch ein Quartier gefunden, teil Landratsamt-Pressesprecherin Hannah Reuter mit. Die Dreifach-Turnhalle neben der Mittelschule in Baiersdorf, die im Juli schon vorübergehend als provisorische Erstaufnahmeeinrichtung diente, wird erneut belegt.

Für Baiersdorfs Bürgermeister Andreas Galster (CSU) war es keine Frage, auf den Hilferuf von Landrat Alexander Tritthart (CSU) zu reagieren und die Sporthalle wieder anzubieten. Für 6,5 Millionen Euro vor wenigen Jahren erst saniert, hält sie Galster mit ihren Duschen und Toiletten als Flüchtlingsquartier für ideal.
Allerdings nur befristet bis Ende September.

"Ich habe mit dem Landrat vereinbart, dass die Halle bis 30. September wieder frei sein muss", sagte Galster am Freitag auf Anfrage des Fränkischen Tags. Der Bürgermeister baut darauf, dass es im Landkreis bis dahin eine andere Lösung gibt. Wenn es diese gibt, gehen für ihn der Sportunterricht der Schule und die Trainingseinheiten Baiersdorfer Vereine vor. Doch jetzt in den Ferien sei es kein Problem, mit der Überlassung der Halle zu helfen.

"Das Thema Asyl wird uns in den kommenden Jahren noch viel stärker belasten als bisher", ist Galster überzeugt und fordert, die EU müsse zunächst das Problem auf dem Balkan lösen und eine gemeinsame Außenpolitik machen. Die Versäumnisse müssten derzeit die Kommunen auf unterster Ebene ausbaden.

Und auch bei ihnen sucht Landrat Tritthart für Oktober "händeringend nach Unterbringungsmöglichkeiten". Er appelliert an Gemeinden und alle Bürger, geeignete Quartiere zu melden.

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