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Erlangen
Ein Muss am Berg (2)

Das große Los am Glückshafen

Der Besucher kann am Berg viel Geld lassen. Oft als Gewinn für Schausteller, Kellerwirte und andere Anbieter. Einzige Ausnahme ist der "Glückshafen".
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Kunigunde Brandt (Mitte) und zwei von vielen ehrenamtlichen Helfern verkaufen die Lose. Wer den Berg wirklich kennt, macht am Glückshafen halt. Foto: Michael Busch
Kunigunde Brandt (Mitte) und zwei von vielen ehrenamtlichen Helfern verkaufen die Lose. Wer den Berg wirklich kennt, macht am Glückshafen halt. Foto: Michael Busch
An fünf Buden kann man auf der Bergkirchweih sein Glück versuchen. Das Glück der guten Tat gibt es allerdings nur im "Glückshafen" der Erlanger Gemeinschaftshilfe. Die Lose verkaufen rund 40 Ehrenamtliche zwischen 14 und 80 Jahren von Caritas, Arbeiterwohlfahrt, BRK und Diakonie in Vier-Stunden-Schichten. Der Erlös geht vollständig in karitative Projekte. "Mal geht das Geld an die Erziehungsberatung für eine Extraaktion, mal an die Bahnhofsmission oder die Tafel", sagt Kunigunde Brandt, die mittlerweile im 13. Jahr dabei ist und den Glückshafen koordiniert.
Gewinne sind durch Früchte gekennzeichnet und die gilt es in Folge zu sammeln. Birne, Erdbeere, Zitrone und Kirsche lassen die Käufer aufjuchzen, weil zumindest ein Kleingewinn gesichert ist. Schwieriger wird es die Gewinne zuzuordnen. Zwischen Kleingewinn, Hauptpreis und Freie Auswahl ist je nach dem zutun der Glücksgöttin Fortuna alles drinnen.
Warum die Tafel ein Muss und ein echter Geheimtipp für den Bergbesucher ist? Weil der Berg bei allem Trube l und allem Kommerz hier etwas sehr menschliches zeigt. "Es macht immer wieder Spaß in dem Trubel zu stehen und anderen mit dem Losverkauf zu helfen!", erklärt Brandt. Und das scheinen die Käufer auch zu merken. Denn nicht selten passiert es, dass Lose gezogen, aber auf die Gewinne verzichtet wird.

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