Herzogenaurach
Umwelt

Das Herzogenauracher Ökofest lebt wieder auf

Zahlreiche Besucher informierten sich in den Weihersbach-Anlagen über Bio-Produkte, gesundes Bauen oder Elektro-Autos. Die Musik erklang aus Naturton-Lautprechern, und sogar das Ökobier war zertifiziert.
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Das Angebot beim Ökofest war breit gefächert. Foto: Richard Sänger
Das Angebot beim Ökofest war breit gefächert. Foto: Richard Sänger
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Den Bogen von Natur zu Kultur spannte nach einer dreijährigen Pause am Sonntag wieder die Herzogenauracher Ökofest-Initiative. Es war nicht nur alles bestens vorbereitet für das 15. Ökofest im Weihersbach, auch der Auftakt war mehr als gelungen. Bei angenehmen Temperaturen eröffnete Retta Müller-Schimmel die Veranstaltung und freute sich über zahlreiche Besucher, darunter auch Bürgermeister German Hacker (SPD) mit einer Delegation aus der Partnerstadt Nova Gradiška. Die Bürgermeister aus der kroatischen Stadt zeigten sich beim Rundgang beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und an den Themen Natur- und Umweltschutz interessiert.

Wie schon bei den vorausgegangenen Ökofesten erwartete die Besucher ein buntes Programm mit regionalen Bio-Schmankerln, vielen Informationen und Kunsthandwerk, Livemusik und Kinderunterhaltung. Einen vielversprechenden Auftakt gab es mit dem persischen Perkussionisten Omid Niavaran, der bis zu seiner Flucht in Teheran Musik studierte und im Weihersbach das Fest eintrommelte.

Musikalisch ging dann mit der Klezmermusik und der Gruppe "Individuo" weiter, während an den Ständen schon die Kessel und Pfannen dampften und das erste Fladenbrot seinen Duft verströmte. Für das Fladenbrot war die Kinder zuständig, beginnend vom Getreide mahlen bis hin zum Teig kneten und ausrollen.

Hungrig und durstig musste niemand den Heimweg antreten, so wurden Demeterbratwürste oder vegane Burger und Vollkornkuchen ebenso angeboten wie Biosäfte, Limonaden und Kaffee sowie Tee aus fairem Handel. Und natürlich wurde am Heller-Keller das erste zertifizierte Ökobier ausgeschenkt. Die Musik der Herzophonics und die irischen Klänge von Paddy's Last Order wurden erstmals mit Naturton-Lautsprechern übertragen, die das Gelände innovativ beschallten und doch für einen angenehmen Hörgenuss sorgten.

Rund fünfzig Aussteller, Initiativen, Vereine und Organisationen verteilten sich auf der Bühne und vor den Kellern. So gab es Informationen über gesunde Ernährung und zur Berufsausbildung zur Sozialpflege sowie alles Interessante zur Waldorfpädagogik ebenso wie Einkaufsmöglichkeiten. Zu einem Ökofest gehören die Themen gesundes Bauen und Renovieren ebenso wie Energiesparen und Ökokleidung für Kinder. Die Besucher konnten sich zudem an Aktivitäten der Ökofest-Initiative, der staatlichen Berufsfachschule für Kinderpflege, des Waldorfkindergartens sowie des Bund Naturschutz beteiligen.

Zudem gab es Lebensmittel wie frisches Obst und Biohonig, Fruchtaufstriche, Holzspielsachen sowie Holzkämme, Holzschmuck, Biokosmetik, Kräuter- und Kulturpflanzen. Natürlich durften auch die E-Autos und E-Bike nicht fehlen. Auch in diesem Jahr gab es eine Tombola für Groß und Klein. Für nur zwei Euro konnte am Glücksrad gedreht werden, dabei gab es Preise von Armbändern über Blumenvasen bis hin zu ökologischen Holzspielzeugen und Verzehrgutscheinen. Für Retta Müller-Schimmel war am Ende klar, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Ökofest geben wird.

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