Pommersfelden
Besuch

Cellist besucht Pommersfeldener Schule

Profimusiker Maximilian Hornung erklärte Pommersfeldener Grundschülern unter anderem, warum sein Instrument ein eigenes Flugticket bekommt. Die Initiative "Rhapsody in School" will Kinder an klassische Musik heranführen.
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Der "Marsch für Kinder" ist nicht gerade ein Schlaflied. Zur Musik darf gestampft und geklatscht werden. Fotos: Evi Seeger
Der "Marsch für Kinder" ist nicht gerade ein Schlaflied. Zur Musik darf gestampft und geklatscht werden. Fotos: Evi Seeger
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Viel Konkurrenz wird Maximilian Hornung daraus wohl nicht erwachsen. Obwohl die Begeisterung der Kinder groß war. Der preisgekrönte Cellist besuchte die beiden vierten Klassen der Grundschule Pommersfelden, spielte und stellte den Kindern sein Instrument vor.
Erstaunlich viele der Viertklässler spielen selbst ein Instrument, wie sie auf Hornungs Fragen hören ließen. "Klavier, das reicht mir", sagte Amelie, danach befragt, ob denn das Cello ein Instrument für sie wäre. Susan spielt Querflöte, einige andere Gitarre und die Jungs eher Posaune oder Schlagzeug. Ein Cello war jedenfalls nicht darunter.
"Rhapsody in School", die bundesweite Initiative, die Kinder an die klassische Musik heranführen will, hatte es möglich gemacht, dass die Pommersfeldener Schule einen Spitzenmusiker wie Hornung zu hören bekam.
Sicher hatte auch Schulleiter Claudio Pütz, selbst Schlagzeuger, dem die Musik sehr am Herzen liegt, mitgewirkt.
Der 28-jährige Profimusiker Hornung, der rund um den Globus schon auf vielen internationalen Bühnen und mit berühmten Orchestern gespielt hat, ging mit den Kindern und ihren unzähligen Fragen ganz locker um. Auch wenn sein Cello "etwa soviel gekostet hat wie ein Porsche", durfte Alisha ein paar Töne darauf spielen.

Respekt vor dem Instrument

Die Neunjährige aus Oberndorf war übrigens die Einzige, die sich schon zuvor für das Cello interessiert hatte. Ja, sie würde es gerne lernen, sagte Alisha. Dennoch hatte sie Bedenken, ob sie es auch wirklich schaffen würde. Die Stücke, die Hornung zum Besten gab, insbesondere den "Marsch für Kinder", bedachten die Schüler mit begeistertem Applaus und dem Wunsch nach Zugabe.
Ob er sich schon mal verspielt und ob das jemand bemerkt habe, fragten die Pommersfeldener Schüler. Und wollten dann natürlich auch hören, wie es klingt, wenn sich ein Profi verspielt, der im Monat etwa zehn Konzerte gibt. Die Fingertechniken des Vibrato wurden ebenso hinterfragt wie die Lieblingsstücke des Musikers.
Interessant war auch für die Kinder, wie man mit diesem Rieseninstrument nach Amerika oder China fliegen kann. Er habe zwei Tickets und folglich zwei Plätze im Flieger, antwortete Hornung. "Auf einem Ticket steht Herr Maximilian Hornung. Auf dem anderen Herr Cello Hornung!"

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