Herzogenaurach
Neujahrsempfang

CSU in Herzogenaurach empfängt Thomas Kreuzer

Thomas Kreuzer, Fraktionschef im Landtag, spricht beim CSU-Neujahrsempfang in Herzogenaurach von der Unsicherheit der Bürger.
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Als Redner hat sich die CSU in Herzogenaurach Thomas Kreuzer (Mitte) eingeladen. Bundestagsabgeordneter Stefan Müller (links) sieht ein Jahr der Skepsis bevorstehen. Landtagskollege Walter Nussel ist optimistischer.  Fotos: Richard Sänger
Als Redner hat sich die CSU in Herzogenaurach Thomas Kreuzer (Mitte) eingeladen. Bundestagsabgeordneter Stefan Müller (links) sieht ein Jahr der Skepsis bevorstehen. Landtagskollege Walter Nussel ist optimistischer. Fotos: Richard Sänger
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Beim Neujahrsempfang der CSU, gestern im Vereinshaus in Herzogenaurach ging Thomas Kreuzer, Fraktionsvorsitzender im Landtag, ganz in seiner Rolle als Wahlkämpfer auf. Das Jahr 2017 bringe mit der Bundestagswahl besondere Herausforderungen, die mit viel Engagement und Arbeit bewältigt werden müssten. Unter anderem die Terrorgefahr und Flüchtlinge. Diese Themen will die CSU offenbar in den Mittelpunkt der Wahljahre 2017/2018 stellen.

Das wurde bei den Ansprachen von Kreuzer sowie Stefan Müller, CSU-Kreisvorsitzender und Parlamentarischer Staatssekretär und dem Landtagsabgeordneten Walter Nussel deutlich. In einer "Zeit großer Verunsicherung" wollten die Menschen hier "Orientierung und klare Antworten", sagte Kreuzer. Die Politik müsse deshalb auch "die nötigen Konsequenzen ziehen", um die Sicherheit zu verbessern.

In Bayern sollen, so Kreuzer, von 2017 bis 2020 jährlich 500 neue Polizeistellen geschaffen werden. Im Bund werde man sich "mit allem Nachdruck" für schärfere Gesetze zur Terror- und Verbrechensbekämpfung einsetzen. Was die Flüchtlingspolitik angeht, sprachen sich erwartungsgemäß die drei Redner für eine Obergrenze aus. 200.000 Flüchtlinge im Jahr seien sehr viel, wenn man den Familiennachzug berücksichtige.

Eine Asylpolitik müsse von Humanität geprägt sein. Deshalb müssten anerkannte Asylbewerber Hilfen zur Integration erhalten. Wobei Integration laut Kreuzer bedeute, nicht nur die Gesetze, sondern auch die Gepflogenheiten anzuerkennen.


Kreuzer kritisiert die Medien

Kreuzer übte in seiner Rede auch Kritik an den Medien, die versucht hätten, den Menschen vorzuschreiben, was sie sagen dürften und was nicht. "Wir leben in einem Meinungskartell."

Die anstehenden Wahlkämpfe böten deshalb die "Gelegenheit, abweichende Meinungen deutlich zu äußern", sagte Kreuzer.

Neben der Zuwanderung sprach er auch über Wirtschaft und Finanzen. Fast in allen Disziplinen sei Bayern "Tabellenführer in Deutschland" und im Landkreis Erlangen-Höchstadt herrsche faktisch Vollbeschäftigung. "Bayern geht es nur gut, wenn es den Kommunen gut geht, denn da leben die Menschen", so Kreuzer. Viel Geld floss 2016 auch in die Kommunen, so etwa beim Ausbau der Breitband-Infrastruktur.

Die nächste Regierungsperiode in Berlin müsse die Periode der Steuersenkungen werden. Man müsse die Bürger für Ihre Leistungen belohnen. Zudem sei ein massiver Bürokratieabbau überfällig. "Die Bürokratie ist eine Bremse für die Selbstständigkeit von Betrieben", so Kreuzer. Dies betreffe insbesondere den Mittelstand, der unter den finanziellen Folgen oft mit dem Rücken zur Wand stehe.


Müller begrüßt CSU-Prominenz

Stefan Müller begrüßte beim Neujahrsempfang mit musikalischer Umrahmung der Geschwister Katharina und Johannes Feyrer an Flügel, Trompete sowie Querflöte Vertreter der regionalen CSU-Politprominenz, so Thomas Bauer, Landrat Alexander Tritthart, Erlangens Alt-OB Siegfried Balleis. Müller sprach von einem Jahr der Skepsis.

Die Bürger machten sich Sorgen um die Sicherheit. Es bleibe zu hoffen, dass sich das Jahr 2016 nicht wiederholt. Müller sagte jedoch voraus, dass es kein einfaches Jahr werden würde. Nussel sieht das neue Jahr nicht ganz so pessimistisch. Er zeigte sich stolz auf das verabschiedete Integrationsgesetz und den Leistungen des Freistaates.
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