Adelsdorf

CSU Adelsdorf sieht sich als "treibende Kraft"

An ihrer Außenwirkung soll die Adelsdorfer CSU nach Meinung der Mitglieder arbeiten, die an der Jahreshauptversammlung teilgenommen haben.
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Der neue Vorstand um Matthias Goß (vorne, sitzend). An der Versammlung nahm auch Bezirksrätin Ute Salzner (rechts) teil.  Foto: Mona Lisa Eigenfeld
Der neue Vorstand um Matthias Goß (vorne, sitzend). An der Versammlung nahm auch Bezirksrätin Ute Salzner (rechts) teil. Foto: Mona Lisa Eigenfeld
"Wir leisten hervorragende Arbeit, müssen aber an unserer Außenwirkung arbeiten", findet Matthias Goß, Vorsitzender der CSU Adelsdorf. Die 30 Mitglieder der diesjährigen Jahreshauptversammlung pflichteten ihm bei. Als Opposition im Gemeinderat habe man schließlich stets ein bisschen mehr um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu kämpfen.


Handschrift sei erkennbar

Dabei hat die Fraktion so einiges auf den Weg gebracht in den vergangenen Monaten. Bei den Gemeinderatssitzungen sowie auf Klausurtagungen sieht sie sich als "treibende Kraft". "Viele Maßnahmen in unserer Gemeinde tragen deutlich unsere Handschrift", betonte Fraktionsvorsitzender Andreas Maier in seinem kommunalpolitischen Bericht und verwies unter anderem auf die initiierte Revitalisierung des Ortskerns in Adelsdorf sowie die Stärkung der Weiterentwicklung der beiden größten Ortsteile Aisch und Neuhaus. Als wichtigstes Projekt stellte Gemeinderat Uwe Pöschl die geplante Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets in Richtung Wiesendorf vor. Er appellierte, dieses Vorhaben zum Wohle der Gemeindebürger mitzutragen. "Wir wollen Arbeit zu den Menschen bringen und so einen gesunden Mix aus Wohnen und Arbeiten gewährleisten", sagte Pöschl. Es könne nicht sein, dass man heimische Gewerbetreibende, die sich vor Ort ansiedeln möchten, stets an Nachbargemeinden verweisen müsse, während die Gemeinde Adelsdorf gleichzeitig immer mehr wachse.

Auch Altbürgermeister Armin Goß (CSU) unterstützt diese Forderung: "Im Rückblick kann ich besonders gut beurteilen, dass ein Gewerbegebiet eine wichtige Investition in die Zukunft darstellt. Die Unternehmer hier bleiben dem heimischen Standort meist besonders treu". Auch die nachhaltige Verbesserung der angeschlagenen Gemeindefinanzen habe man bei dieser Forderung im Blick. Aus Sicht der Christsozialen aber tue Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) zu wenig für potenzielle und vorhandene Gewerbetreibende im Ort. Aktuell sei das von der CSU angestoßene Gewerbegebiet im Planungsstadium und habe noch einige Hürden zu meistern.


Bedeutung von Wahlen vermitteln

Anders als geplant nahm die Diskussion um die Zukunft der Adelsdorfer CSU den größten Teil des Abends ein. "Wir müssen den Leuten wieder klar machen, warum es sich lohnt, uns zu wählen", forderte ein Versammlungsmitglied. Dazu gehöre auch, politische Inhalte vermehrt nach außen zu tragen, so die einhellige Meinung aller Anwesenden.

Darüber, mit welchem Team man eine solche Außenwirkung erreichen möchte, ist man sich einig. Matthias Goß wurde als Ortsvorsitzender ebenso einstimmig (wieder)gewählt wie alle weiteren Nominierten. Goß versprach, die gesellschaftlichen Aushängeschilder seines Ortsverbands, wie das Schlossgartenfest und die Prunksitzung, auch in Zukunft hochhalten zu wollen. In seinem Bericht ging er außerdem auf das umstrittene Baugebiet "Am Reuthsee" ein: "Uns muss klar sein, dass die Zukunft unserer Gemeinde von diesem Baugebiet und dessen Bewohnern maßgeblich beeinflusst wird. Man muss aber auch die Bedenken der Anwohner ernst nehmen. Alles andere wäre unverantwortlich".
Weiter betonte Goß, wie wichtig es sei, die vielen Menschen, die neu nach Adelsdorf kämen, freundlich aufzunehmen. "Wir wollen als CSU Ansprechpartner aller neuen Bürger sein - und das von Anfang an", so der 33-Jährige.
Daneben hat auch er das Thema Gewerbegebiet aufgegriffen und die Freien Wähler in diesem Zusammenhang stark kritisiert: Diese hätten eine Umfrage zu einem geplanten Gewerbegebiet zwar auf ihrer eigenen Internetseite erstellt, das Ergebnis jedoch nie veröffentlicht. "Besonders getroffen hat mich die Aussage des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, der meinte, wir sollten die Gewerbegebiete Forchheim und Höchstadt überlassen und uns auf die Wohnbebauung konzentrieren" äußerte Goß empört und betonte: "Ich finde, unsere Mittelständler und Handwerker haben es verdient, dass man ihnen die Möglichkeit gibt, sich vor Ort zu entwickeln". Die Zukunft der Heimatgemeinde in andere Hände zu legen, entspreche nicht seiner Auffassung von Kommunalpolitik.
Zum Schluss gab es dann noch ein paar Zahlen: 122 Mitglieder zählt der Adelsdorfer CSU-Ortsverband aktuell. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein leichtes Plus. Sowohl der relativ hohe Altersdurchschnitt als auch die niedrige Frauenquote von 20 Prozent seien jedoch verbesserungswürdig. Um zukunftsfähig zu bleiben, müsse man weiterhin um engagierten Nachwuchs werben.


Weitere Gewählten im Überblick:

Stellvertretende Ortsvorsitzende: Uwe Pöschl, Karin Frank, Florian Utz; Schatzmeister: Alfred Albrecht
Schriftführerin: Birgit Müller
Weitere Mitglieder: Uli Günther, Nico Kauper, Steffen Kaiser, Udo Kramer, Hans Mönius, Uta Möller, Helmut Münch, Bernd Ruff, Georg Willert
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