Höchstadt a. d. Aisch
Gefahr

Buspassagiere bei Erlangen vorm Dehydrieren bewahrt

Die Polizei und das BRK bewahrten eine chinesische Reisegruppe auf der A3 vor dem Dehydrieren. Wegen eines längeren Reifenwechsel mussten die Fahrgäste mehrere Stunden im Bus verharren.
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Während der polnische Bus (rechts hinten) Schlagseite hatte, wurden die Chinesen (rechts ) vom BRK mit Getränken versorgt. Foto: BRK
Während der polnische Bus (rechts hinten) Schlagseite hatte, wurden die Chinesen (rechts ) vom BRK mit Getränken versorgt. Foto: BRK
Gegen 15 Uhr kam es am Freitagnachmittag auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg kurz nach dem Parkplatz Brandweiher zu einem Reifenplatzer bei einem polnischen Reisebus. Der polnische Busfahrer konnte jedoch Schlimmeres verhindern, und den Bus ohne weiteren Zwischenfall auf dem Standstreifen zum Stehen bringen. Der Bus war besetzt mit einer 30 Personen starken chinesischen Reisegruppe, die er vom Flughafen Frankfurt nach München bringen sollte.

Der Busfahrer verständigte einen Lkw-Reifendienst, hatte aber Verständigungsschwierigkeiten. Die Polizei sicherte zunächst die Pannen-Stelle ab und verständigte die Autobahnmeisterei sowie die Integrierte Leitstelle (ILS) Nürnberg, da von einer längeren Wartezeit ausgegangen werden musste. Der Bus selber hatte keine Getränke an Bord, und die Hitze heute machten den Reisegästen entsprechend zu schaffen.

Schnelleinsatzgruppe Betreuung

Von der ILS Nürnberg wurde der diensthabende Einsatzleiter des Rettungsdienstes vom BRK Erlangen-Höchstadt informiert. Von ihm wurde zunächst die Schnelleinsatzgruppe Höchstadt des BRK alarmiert, mit dem Auftrag eine erste Betreuung der Bus-Gruppe mit Getränken zu übernehmen, sowie im weiteren die Schnelleinsatzgruppe Betreuung der Bereitschaft Erlangen 2, mit dem Auftrag weitere kalte Getränke heranzuführen.

Von den Höchstadter Rotkreuzlern wurde dann auf der Autobahn auf dem abgesicherten Standstreifen eine erste Betreuungsstelle auf die Schnelle eingerichtet, um die Reise-Gruppe mit Getränken zu versorgen, und auch eine medizinische Betreuung für eventuelle Hitzeschäden bereitzustellen. Mit dem Reiseleiter, der zum Glück Englisch sprach, wurde die Gruppe über das weitere Vorgehen informiert, auch über die Wartezeit.

Nach dem Eintreffen des Reifendienstes wurden die beiden zerstörten Hinterreifen des Busses gewechselt. Die Helfer der Bereitschaft Erlangen 2 erreichten die Einsatzstelle, und kümmerten sich ebenfalls um die Gestrandeten. Nach Durchführung des Reifenwechsels konnte die chinesische Reisegruppe ihre Fahrt fortsetzen. Den Rotkreuzlern und allen weiteren Helfern galt ein herzliches "Xiè, xiè!", auf deutsch: Dankeschön! Den Dank sprach der Reiseleiter der Chinesen im Namen aller aus.
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