Höchstadt a. d. Aisch
Protest

Busfahrplan nicht in Stein gemeißelt

Fahrgäste klagen über die Busverbindungen auf der Linie 203E nach Erlangen. Für die Zeit der Brückenbaustelle schlagen sie eine Alternativroute vor.
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Erwin Kaiser (links) und seine Mitstreiter setzen sich für Verbesserungen auf der Linie 203E ein.  Foto: Andreas Dorsch
Erwin Kaiser (links) und seine Mitstreiter setzen sich für Verbesserungen auf der Linie 203E ein. Foto: Andreas Dorsch
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Unter einigen Passagieren der Buslinie 203E von Höchstadt nach Erlangen rumort es gewaltig. Nutzer dieses Eilbusses, der über die Autobahn nach Erlangen fährt, halten nicht nur die aktuellen Verhältnisse für nicht optimal, sondern befürchten noch mehr Nachteile, wenn ab 13. September der neue Fahrplan gilt.

"Die Brückenbaustelle in Höchstadt fällt uns auf den Kopf", sagt Marc Feilbach, der im Landratsamt Erlangen-Höchstadt für die Verkehrsplanung zuständig ist. Die zur Erneuerung der Aischbrücke gesperrte Staatsstraße erfordert weiterhin Umleitungen und Provisorien.

Eine solche Umleitung der Streckenführung ist der Hauptpunkt der Kritiker.
Durch den derzeit geltenden Verlauf der Linie 203 und 203E (in der Grafik rechts rot markiert) sieht vor allem Erwin Kaiser eine "unbefriedigende Situation" für die Fahrgäste aus Höchstadt-Süd, das von dem Bus nicht mehr direkt angefahren wird.

Es verkehren zwar Shuttlebusse zwischen Gremsdorf und Höchstadt-Süd, doch die nützen wenig, wenn die Zulieferer nicht rechtzeitig eintreffen. "Die Realität stimmt halt häufig nicht mit dem Plan überein", klagt Kaiser. So werde der 203er Bus durch eine Straßenbaustelle in Hannberg gebremst und wenn er mit Verspätung in Gremsdorf ankommt, ist der Shuttle nach Höchstadt oft schon weg.

Durch eine Änderung der Streckenführung könnte das Problem einfach gelöst werden. Würde der Bus über Lonnerstadt fahren (blaue Route in der rechten Grafik), wäre Höchstadt-Süd angebunden und der Shuttle könnte eingespart werden. Dafür würde in Höchstadt-Nord und Etzelskirchen die eine oder andere Haltestelle wegfallen. Die Bürger hätten laut Kaisers Berechnungen maximal 500 Meter mehr zur nächsten Bushaltestelle. In Süd müssten sie weitere Wege in kauf nehmen. Kaiser: "Wir wollen eine Lösung, die vielen Vorteile bringt."
Seine Probleme mit der Linie 203E hat auch Andreas Pohle aus dem Wachenrother Ortsteil Buchfeld. Der Fahrplan lasse sich nicht mehr mit seiner Arbeitszeit vereinbaren, klagt SPD-Gemeinderat Pohle und droht, aufs Auto umzusteigen.

"Es ist nichts in Stein gemeißelt", sagt dazu Marc Feilbach. Es gebe immer Möglichkeiten, Fahrpläne zu ändern und anzupassen. So kommt im Dezember ein neuer "normaler" Fahrplan ohne Brückenbaustelle. Am Mittwoch, 7. September, findet dazu um 18.30 Uhr in der Fortuna Kulturfabrik eine Info-Veranstaltung statt, bei der die Bürger Wünsche und Kritik vorbringen können.
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