Bösenbechhofen

Einwohner von Bösenbechhofen sollen nichts zahlen

Im Höchstadter Ortsteil Bösenbechhofen machen die Bürger mit, wenn die Kosten nicht auf sie umgelegt werden. Die Ortsmitte steht im Fokus.
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Richard und dessen Vater Hubert Dorsch und Alois Köberlein (von links auf dem zentralen Platz vor der Kapelle) wollen die Vorstellungen der Bösenbechhofener Bürger umsetzen. Foto: Andreas Dorsch
Richard und dessen Vater Hubert Dorsch und Alois Köberlein (von links auf dem zentralen Platz vor der Kapelle) wollen die Vorstellungen der Bösenbechhofener Bürger umsetzen. Foto: Andreas Dorsch
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An Vorschlägen für die Verschönerung ihres Ortes mangelt es den knapp 80 Bewohnern des nördlichen Höchstadter Ortsteils Bösenbechhofen nicht. Sie sagen ja zur Dorferneuerung, haben aber eine zentrale Forderung: Die Maßnahmen müssen für die Anwohner kostenneutral sein.

"Das hat für uns absolute Priorität", sagen Alois Köberlein, Hubert Dorsch und dessen Sohn Richard. Die drei vertreten zusammen mit Mirjam Wellein und Markus Günther die Interessen der Bürger von Bösenbechhofen in der Dorferneuerung. Und die steht wie in vier anderen Höchstadter Ortsteilen auch in Bösenbechhofen vor der Tür.

Je schneller, desto besser, meinen die Bösenbechhofener und wünschen sich, dass in zwei Jahren die ersten Maßnahmen zur Ortsverschönerung umgesetzt sind. Das hängt aber davon ab, was genehmigt und wann finanziert wird.

Bei den Bürgern ganz vorne auf der Wunschliste steht die Umgestaltung der Dorfmitte. Der Platz an der Kapelle soll ein zentraler Sitzplatz und Treffpunkt werden. Von den beiden derzeit noch in die Staatsstraße einmündenden Seitenstraßen soll die an der Kapelle aufgelassen und der Verkehr über eine einzige, dafür verbreiterte Einmündung geführt werden.

Mit mehr Bäumen an dieser Stelle und einem Info-Punkt für Wanderer und Radler möchte Landschaftsplanerin Kathrin Nißlein auch die Dorfgemeinschaft stärken. In diese Umgestaltung mit einbezogen werden soll auch gleich der Bereich auf der anderen Seite der Staatsstraße mit der Bushaltestelle.


Dorfscheune wartet

Nur unweit dieses künftigen Dorfplatzes steht die Dorfscheune mit dem angebauten ehemaligen Kühlhaus.Von den Bürgern hat dieses Eck auch die Priorität hoch bekommen. "Die Halle müsste saniert werden und braucht ein neues Dach", sagt Richard Dorsch. In dieser städtischen Scheune steht derzeit noch eine historische Dreschmaschine. Aus dem Anbau möchten die Bösenbechhofener die Gefriertruhen entfernen und Lagermöglichkeiten schaffen.

Zusätzliche Bäume sollen auch diesen Platz auflockern. Und ein großer Wunsch wäre hier eine Infotafel, die Fremden die Hausnummernverteilung im Ort erklären könnte.


Container stören das Ortsbild

Optisch besonders störend werden die am Ortsrand stehenden Flaschen- und Altkleidercontainer gesehen. Sie könnten zwar dort bleiben, sollten aber hinter einer höheren Hecke verschwinden.

Dann ist da noch die Kelleranlage. Die drei engagierten Dorf-erneuerer möchten gerne die Eingänge und Treppen zu den fünf Felsenkellern renovieren und das einst von 14 Bösenbechhofenern in Eigeninitiative gebaute Kellerhaus noch attraktiver gestalten. Das Haus ist Treffpunkt der Dorfgemeinschaft und wird auch für Geburtstage und andere Familienfeiern genutzt. Eine überdachte Sitzgruppe mit einem festen Grill ist hier der Wunsch.

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