Erlangen
Polizeibilanz

Bergkirchweih 2016: Zwei Maßkrugschlägereien am Wochenende

Bei der Bergkirchweih 2016 ging es am Wochende ruhig zu - zumindest gemessen an den hohen Besucherzahlen. Die Polizei war dennoch gut beschäftigt.
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Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Trotz der relativ frischen Witterung, waren die Keller an allen Tagen bereits frühzeitig zu 90 Prozent , am Pfingstsamstag bereits gegen 17.30 Uhr zu 100 Prozent, besetzt. Auch im Bereich der Schaustellerbetriebe herrschte hoher Besucherverkehr.

Von den hohen Besucherzahlen ausgehend, war der Großteil der Gäste in friedlicher und ausgelassener Stimmung. Es sorgten jedoch immer wieder Bergbesucher dafür, dass die Beamten der Bergsonderwache ausgelastet waren.

So kam es zu Streitereien zwischen den Festbesuchern, die meist im Vorfeld durch die Beamten geschlichtet werden konnten. Es kam jedoch wiederholt zu einfacheren Körperverletzungsdelikten zwischen betrunkenen Parteien, deren Ursprung meist Banalitäten waren.


Freitag auf der Bergkirchweih 2016: Streit um Plätze eskaliert


Am Freitagabend entstand ein Streit um mehrere Sitzplätze an einem Tisch.
Die Situation eskalierte allerdings derart, dass die Beamten der Bergwache gerufen wurden. Zunächst saßen die Parteien friedlich an einem Tisch, bis eine der Gruppen immer größer wurde und die am Tische befindliche Familie verdrängte. Im Rahmen dieses Streites bewarf die angetrunkene Tatverdächtige ihre Kontrahenten mit einer leeren PET-Flasche und herumliegenden Müll. Durch den Bewurf zog sich ihr Gegenüber eine leichte Verletzung im Gesicht zu. Ihr männlicher Begleiter schüttete derweil sein Bier in Richtung der gegnerischen Gruppe.


Samstag auf der Bergkirchweih 2016: Besucherandrang zeitweise zu groß

Aufgrund des enormen Besucherandrangs, der dazu führte, dass es am Samstagabend zu einer besorgniserregenden Stauung im Bereich des Erich-Kellers kam, wurde veranlasst, dass um 21.20 Uhr die Kapelle eine Spielpause einlegte. Kurze Zeit später entspannte sich die Situation jedoch und die Band konnte um 21.45 Uhr weiter für Stimmung sorgen.

Vermutlich wegen der hohen Personendichte konnte beobachtet werden, dass die Stimmung teilweise aggressiv war. Es kam jedoch trotzdem lediglich zu drei Körperverletzungsdelikten auf dem Bergkirchweihgelände am Samstagabend.

Am Erich-Keller wurde einem Studenten unvermittelt durch einen unbekannten Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Im dichten Gedränge kam es leider zu mehreren Taschendiebstählen. Einer Bedienung wurde der Rucksack aus dem Büroraum entwendet und zwei Maßkrugdiebstähle konnten geklärt werden.

Auf dem Entlaß-Keller vielen noch drei Bergbesucher auf, die tanzten und hierbei anfingen, sich auszuziehen. Sie wurden darauf angesprochen und unterließen dies daraufhin. Die Bergbesucher sangen ein belgisches Trinklied bei dem es üblich ist, sich zu entkleiden. Es kam zu keinerlei strafbaren Handlungen durch die Gäste.


Sonntag auf der Bergkirchweih 2016: Frühschoppen sorgt für aggressive Gäste

Der Pfingstsonntag war etwas weniger gut besucht. Aufgrund des frühzeitigen Alkoholgenusses während des Frühschoppens, befanden sich auffällig viele stark angetrunkene Personen unter den Besuchern. Dies führte dazu, dass die Stimmung teilweise von Fröhlichkeit in Aggressivität umschlug. Dies hatte zur Folge, dass es am Pfingstsonntag zu mehr Körperverletzungsdelikten kam als am übervollen Samstag.

Bei zwei Schlägereien wurden auch Maßkrüge als "Waffen" verwendet. So kam es auf dem Steinbach-Keller zwischen zwei Personen zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung. Nach einem kurzen Handgemenge schüttete ein Beteiligter seinem Kontrahenten den Inhalt seines Maßkruges ins Gesicht und warf diesen dann in dessen Richtung, so dass der im Gesicht getroffen und verletzt wurde. Daraufhin wehrte sich der Beworfene und streckte wiederum seinen Angreifer mit einem Faustschlag nieder, der mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Des Weiteren wurden durch Beamten junge Männer beobachtet, die an diversen Kellern immer wieder Frauen ansprachen, dabei aber keine strafbaren Handlungen begingen. Einer der jungen Männer versuchte dennoch einer weiblichen Besucherin in die Handtasche zu greifen, was von den eingesetzten Beamten verhindert wurde. Bei seiner Festnahme leistete er im Anschluss erheblichen Widerstand.

Bedauerlicherweise kam es zu zahlreichen Anzeigen gegen "Wildpinkler" die es wohl alle nicht mehr rechtzeitig schafften, die doch zahlreich vorhandenen Toiletten aufzusuchen.

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