Höchstadt
Musikerlebnis

Bavarian Brass in Höchstadt: Rauschend und glanzvoll

Das Ensemble von Bavarian Brass gab ein Konzert in der Höchstadter St. Georgskirche und fühlte sich dabei wie bei guten Freunden.
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Das Ensemble begeisterte in der St.Georgskirche. Fotos: Johanna Blum
Das Ensemble begeisterte in der St.Georgskirche. Fotos: Johanna Blum
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Mit zwei Zugaben, dem Präludium des "Te Deum" von Charpentier, bekannt als Eurovisionsmelodie, und einer Bearbeitung der "Habanera" aus der Oper Carmen von Bizet, perfekt "geschlagen" von Christoph Günther am Marimaphon, ging ein wundervolles, beeindruckendes Konzert am Dreikönigstag in der St. Georgskirche in Höchstadt zu Ende. Wirklich jeder Zuhörer verließ das Gotteshaus ergriffen und nahm das wunderbare Klangerlebnis, das Bavarian Brass möglich gemacht haben, mit nach Hause.

"Dieses Konzert beendet die Weihnachtsfeiertage. Es könnte aber auch ein Neujahrskonzert sein", sagte der Hausherr Dekan Kilian Kemmer zur Begrüßung der vielen Musikfreunde, darunter auch etliche Musiker aus Höchstadt und der Region. Stellvertretend für alle nennt er Gabriel Konjaev, Organist der evangelischen Kirchengemeinde.


Oft präsent

"Es könnte aber auch ein Jubiläumskonzert sein: 20 Jahre Bavarian Brass", sagte Kemmer weiter. Seit 15 Jahren seien die Musiker schon in Höchstadt dabei, wenn es heißt, Gottesdienste und Feierstunden zu umrahmen. Die Osternacht sei ohne die wundervollen Klänge der Musiker unvorstellbar. "Ein Konzert, das die Festlichkeit der Weihnachtstage wachruft und im Gedächtnis hält", sagte der Dekan.

Beeindruckend war das Stück "Pastime with good company" - ein stimmungsvoller Einstieg in das Konzert. Im dunklen, nur von den Weihnachtskerzen beleuchteten Altarraum ertönte die Landsknechtstrommel. Nach und nach gesellten sich die Langtrompeten dazu. Die Orgel stimmte von oben mit ein, sodass ein Dialog zwischen oben und unten entstand, bis schließlich das gesamte Ensemble einsetzte.

Andächtig und bewegend war das "Ave Maria" von Caccini, genauso wie "A little Prayer" von Glennie, hervorragend interpretiert von Christoph Günther am Marimbaphon. Ein inbrünstiges Gebet, das die Zuhörer ergriff. Drei bekannte Hymnen zur Weihnachtszeit erklangen, und immer wieder erlebte der Hörer den Dialog der Orgel mit den Bläsern und dem Schlagwerk. Der brillante Organist Christian Bischof zeigte sein Können im "Carillon de Westminster" von Vierne. Wiederholt erkannte man die Glockenmelodie der Westminster Abbey, abwechselnd in den mittleren, unteren und oberen Stimmen. In der "Pavane" von Faurè ließen die weichen, glockenreinen Klänge der Bläser (Benjamin Sebald/ Leiter, Florian Zeh, Volker Hemedinger und für den erkrankten Dominik Thoma war Thomas Schatzdorfer eingesprungen) so manchen Zuhörer melancholisch werden. Christoph Günther zauberte beim "Cocos confitados" auf dem Marimbaphon wunderbare Töne hervor und tanzte mit seinen vier Schlägeln fast wie eine Katze über die Klangstäbe. Getragene, andächtige Musikstücke wechselten mit festlichen Klängen ab und die Instrumente spielten sich oft gegenseitig die Töne zu.

Gern gehörter Ohrenschmaus

"Highland Cathedral" von Korb/Roever war ein gern gehörter Ohrenschmaus. Gleichsam wie ein festlicher Auszug setzte "Conquest of Bolero" von Papathanassiou/ Vangelis, zu Beginn auch von den Musikern gesungen, den offiziellen Schlusspunkt des Konzertes - des vierten von 35 Jubiläumskonzerten.

"Wir sind immer wieder gerne in Höchstadt", sagte Florian Zeh am Ende des Konzertes. Als Geschenk hat er die Jubiläums-CD im Gepäck. Für Dekan Kemmer, "weil er uns unterstützt und wir in ihm einen Freund gewonnen haben", für Bürgermeister Gerald Brehm (JL) "weil er sich hervorragend um die Kultur Höchstadts verdient macht", für den Mesner Konrad Wichert, "weil er immer da ist", und für Georg Römer, "weil wir gestern Abend bei ihm zu Gast sein durften".

Am Ausgang machten die vielen begeisterten Besucher gerne Gebrauch von der Möglichkeit, diese neue CD, aber auch alle anderen Aufnahmen der Musiker käuflich zu erwerben.

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