Kairlindach
Umwelt

Baum des Jahres wächst jetzt bei Kairlindach

Eine solch große Anzahl von Menschen ist selten bei der Pflanzung eines Baumes dabei: Etwa fünfzig Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Boxbrunn sowie Bürger aus Kairlindach waren der Einladung von Landrat Eberhard Irlinger (SPD) gefolgt, mit ihm den Baum des Jahres, eine Traubeneiche, zu pflanzen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die prominenten Gäste legten bei der Pflanzung Hand an. Foto: Richard Sänger
Die prominenten Gäste legten bei der Pflanzung Hand an. Foto: Richard Sänger
Dabei waren auch die Bürgermeister Alexander Tritthart (CSU), sein Höchstadter Amtskollege Gerald Brehm (JL) und der Kreisvorsitzende für Obst- und Gartenbauvereine, Otto Tröppner, sowie sein Vertreter Herbert Lawrenz. Die Lage des Boxbrunner Vereins hat zu Folge, dass sich das Vereinsleben sowohl in der Gemeinde Weisendorf als auch in der Stadt Höchstadt abspielt. Das erklärte Gerald Brehm dem Landrat, der ihn bei seiner Ankunft gefragt hatte: "Was machst Du überhaupt da, das ist doch Weisendorfer Gebiet?"
Der Standort unweit des Kairlindacher Weihers am Ortsrand wurde zur der 60-Jahr-Feier des Obst- und Gartenbauvereins ausgewählt. Das Kuratorium "Baum des Jahres" hat die Trauben-Eiche (Quercus petraea, gesprochen: peträa) zum Baum des Jahres 2014 auserkoren. Sie ist eine der heimischen Laubbaumarten mit der höchsten Lebenserwartung und kann über 1000 Jahre alt werden.

Eine heimische Art

Eine aussterbende Baumart sei die Trauben-Eiche nicht. "Sie ist noch ziemlich gut verbreitet", erklärte Tröppner. Interessant sei sie auch für Bienen und Imker, denn sie kann unter günstigen Bedingungen Honigtau liefern. Zudem wurde festgestellt, dass die Trauben-Eiche eine sehr große ökologische Bedeutung hat. Etwa 179 Großschmetterlingsarten und etwa 900 holzbesiedelnde Käferarten finden einen Lebensraum auf dem Baum, der bis zu 40 Meter hoch werden kann.
Die Traubeneiche ist gemeinsam mit der Stieleiche und der selteneren Flaumeiche eine der heimischen Eichenarten. Ihr wertvolles Holz und die Bedeutung der Früchte für die Schweinemast haben dafür gesorgt, dass sie in früheren Jahren vom Menschen gefördert wurde. Als Baumart des trockeneren Hügel- und tieferen Berglandes hat sie auch in Zeiten des Klimawandels gute Chancen, in Zukunft hier zu wachsen.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren