Adelsdorf
Gemeinderat

Bauausschuss erteilt "Wanderhaus" nachträglich denSegen

Der Bauausschuss der Gemeinde Adelsdorf musste sich mit der nachträglichen Genehmigung eines transportablen Hauses befassen.
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Um dieses transportable Haus drehte sich die Diskussion im Bauausschuss. Foto: Sylvia Hubele
Um dieses transportable Haus drehte sich die Diskussion im Bauausschuss. Foto: Sylvia Hubele
Erstaunt schauten sich die Mitglieder des Adelsdorfer Bauausschusses an, wie ein "Wanderhaus" aussehen soll. Sie klopften auf Wände und Verkleidungen und stellten fest: "Alles Plastik". Das mit einem Schwertransporter gelieferte Haus steht zwar auf einem Fundament als Untergrund, ist aber nicht fest mit dem Erdreich verbunden. Wenn es gewünscht ist, kann es jederzeit wieder abgeholt und woanders abgesetzt werden.

Jutta Köhler (Pro Adelsdorf) störte sich an der Tatsache, dass das Haus ohne Genehmigung aufgestellt wurde und diese nachträglich eingereicht wurde. Bürgermeister Karsten Fischkal stimmte ihr zu: "Es passiert immer wieder, dass erst gebaut wird und anschließend der Bauantrag eingereicht wird". Würde dieser Antrag deswegen abgelehnt, müssten in Zukunft alle verspätet abgelehnten Bauanträge ebenso konsequent abgelehnt werden, ist sich Fischkal sicher.


Zu dicht am Wald

Mit drei Gegenstimmen zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses einverstanden, vorausgesetzt, es werden an der einen Seite noch mindestens fünf Meter Wald abgeholzt. Dieser steht nämlich deutlich zu dicht am Grundstück, beziehungsweise ist der Abstand zwischen Haus und Wald zu gering. Da aber eine schriftliche Erklärung des Grundstücksnachbarn vorliegt, dass der Wald in fünf Meter Breite entfernt wird, sahen die Gemeindevertreter keinen Grund, dem Bauantrag nicht zu entsprechen.

Über den Antrag auf Errichtung einer landwirtschaftlichen Lagerhalle diskutierte der Bauausschuss jedoch noch ausgiebig. Schließlich lag eine Stellungnahme der Nachbarn vor, die das geplante Bauvorhaben ablehnten. Sie bezweifelten, dass die Halle lediglich für landwirtschaftliche Geräte genutzt werden solle und vermuteten, dass darin auch andere Technik untergebracht werden wird. Außerdem fürchteten sie den Lärm und Staub und belegten ihre Stellungnahme mit eindeutigen Fotos. Eine Gegendarstellung des Landwirtes wurde ebenfalls verlesen. Seiner Meinung nach hatte er alle Nachweise eingereicht, so dass die zuständigen Behörden im Landratsamt ihre Entscheidung treffen können.

"Wenn der Bauantrag dem Landratsamt vorliegt, wird dort die Feinprüfung erfolgen und anschließend die Baufreigabe erteilt - oder nicht", erklärte Karsten Fischkal das weitere Vorgehen. Nur die unmittelbaren Anlieger könnten anschließend als Betroffene Klage dagegen einreichen. Steht die Halle, darf sie nur für landwirtschaftliche Geräte genutzt werden. Wird sie anderweitig genutzt, kommen auf den Landwirt empfindliche Strafen zu, versicherte Fischkal : "Die Privilegierung kann nicht umgangen werden". Die Bedenken der Anwohner werden an die zuständigen Stellen Landratsamt weitergeleitet. Dort könnten die Betroffenen ihr Anliegen vortragen. Fischkal bot hierfür seine Begleitung an.


Kreisverkehr gefordert

Die Freien Wähler stellten einen Antrag auf die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Einmündung von der B 470 nach Adelsdorf. Hier ist zwar die Errichtung einer Lichtsignalanlage geplant, doch diese sehen die Freien Wähler skeptisch. Paul Sänger (FW) berichtete begeistert von dem Kreisel bei Hausen, der zügig befahren werden könne und kaum zu Rückstau führe. "Wir können nur unseren Wunsch äußern", wies Fischkal darauf hin, dass für diese Straßen Bund und Landkreis zuständig sind. Mit einer Ampelanlage wäre zunächst mehr Sicherheit gewährleistet. Anschließend könne ein Planungsbüro prüfen, ob ein Kreisverkehr hier errichtet werden kann. Die Dauer eines solchen Genehmigungsverfahrens schätzte Fischkal auf fünf bis sieben Jahre. Er unterstützte jedoch die Forderung der Freien Wähler und versprach, als Kreisrat im Kreistag den entsprechenden Antrag zu stellen.


Bahnhofstraße wird "Spielstraße

Fahren Autos durch die Bahnhofsstraße, ist es für die Anwohner zu laut. Die Mitglieder des Bauausschusses schlugen eine Kennzeichnung als "Spielstraße" vor. Damit könne die Straße nur noch in Schritttempo befahren werden. Dem Auswechseln des Pflasters in der Rinne stimmten der Ausschuss ebenfalls zu.


Halteverbotsschilderin der Oesdorfer Straße


In der Oesdorfer Straße werden künftig Halteverbotsschilder aufgestellt, gab der Bürgermeister bekannt. Damit gebe es mehr Ausweichmöglichkeiten bei Gegenverkehr. Außerdem werden in Heppstädt und Wiesendorf neue Sirenen aufgestellt.
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