Adelsdorf
Prunksitzung

Baby fliegt in Johnnys Arme

Die "Aascher Faschingskracher" Andreas Ackermann und Thomas Dangel entführten ihr Publikum in den Film "Dirty Dancing". Über 500 Besucher zählte die 15. Faschingsveranstaltung der Adelsdorfer CSU. Moni und Willi fehlen nie. Sie erinnern an die Anfänge.
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Die Aascher Faschingskracher mit "Dirty Dancing"  Fotos: Johanna Blum
Die Aascher Faschingskracher mit "Dirty Dancing" Fotos: Johanna Blum
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Der "Gemeine Siebenerrat" der Adelsdorfer CSU hatte am Samstagabend mit seiner 15. Prunksitzung ein kleines Jubiläum. Die Rettl, die Aascher Faschingskracher, Moni und Willi und mehr strapazierten die Lachmuskeln der über 500 Gäste.
Moni und Willi haben die Prunksitzung vor 15 Jahren mit aus der Taufe gehoben. Als die Faschingsbälle immer weniger Anklang fanden, kam zunächst die Idee, einen "Kappenabend" mit Einlagen im Gasthof zur Post zu veranstalten. Unterstützt wurde die Adelsdorfer CSU dabei von den Höchstadter Fosänachtern.
Langsam wurde der Guldensaal mit seinen 130 Sitzplätzen zu klein und man wechselte in die Aischgrundhalle. Erst reichte der Platz für 350 Zuschauer, aber seit etlichen Jahren werden ungefähr 500 Plätze angeboten und besetzt.
Und seit die Prunksitzungen in der Halle stattfinden, treten Moni und Willi regelmäßig auf.
"Wir suchen aus verschiedenen Sachen unsere Ideen zusammen und diesmal saß dann schon die fünfte Version, nicht wie letztes Jahr die achte", verrät Willi Willert
"Im September wird das Grundthema abgesteckt und dann wächst alles langsam. Im November fangen wir mit dem Proben an, aber nach Weihnachten wird's dann richtig ernst", erklärt Monika Mader. Sie hat sogar schon mal vor lauter Proben den Hochzeitstag vergessen.
Willis bessere Hälfte Heide sitzt bei der Aufführung vor der Bühne und spielt Souffleuse. "Heidi ist unsere größte Kritikerin", meint Willi lachend.
Diesmal geht es um den Weihnachtsbraten. Der Fasan, den Moni extra wegen Tante Mimis Besuch gekauft hatte, hat so gestunken, dass ihn Willi einfach in den Mülleimer entsorgt hat. "Der teure Fasan", jammert Moni. Sie gehen zur Mülltonne und fördern allerlei grässliche Sachen zu Tage: eine Ratte, eine Maus, eine colorierte Männerunterhose. Als dann zum Schluss noch ein Gentleman (Armin Goß) auftaucht und dem armen Paar 50 Euro zusteckt, dass es am Heiligen Abend nicht aus der Mülltonne leben muss, stöhnen die Zuschauer vor Lachen.
Die Tanzgruppe "No limits" trat gleich vier Mal auf. Sämtliche Tanzgruppen, auch die Grazy Ladys von der SpVgg Zeckern mit ihrem Beitrag "Electric Robotics", brachten Stimmung und Glanz in den Saal.

Immer weniger Originale

Hans Schuh ist schon zum vierten oder fünften Mal dabei. "Zuerst hab ich mir die Adelsdorfer Originale vorgenommen, aber die sterben ja leider aus", meint er rückblickend. "Letztes Jahr hab ich über die Damenwelt geschimpft und jetzt sind halt die Männer dran", erklärt er. Während der Arbeit und im täglichen Leben fallen ihm dann Dinge ein, oder er schnappt was auf, macht sich Stichpunkte und langsam entsteht der Auftritt. "Ich sitz' dann abends in meinem Schreibzimmer und manchmal wollen die Nachbarn schon wissen, warum ich plötzlich so rumschrei'", erzählt er grinsend in seiner Ballettrobe. "Hans, du bist ein Naturtalent!", lobt ihn ein Zuschauer nach seinem Auftritt.
Die Aascher Faschingskracher überraschten mit dem "Dirty Dancing" Finaltanz, in dem sie sich selbst übertrafen. Wie Johnny sein Baby im Arm hält oder der Flug Babys in seine Arme, die er über den Kopf schwingt. Andreas Ackermann als Johnny und Thomas Dangel als Baby tanzen die Szene so perfekt - man fühlt sich richtig in den Film versetzt. "Zugabe!", brüllt das begeisterte Publikum und noch einmal schwingt Johnny sein Baby über den Kopf.

Tanzmariechen

"Den Weltuntergang letzthin - den hab ich verpennt", lamentiert Willi Dennerlöhr als Biene Maja und spielt auf den Maya-Kalender an. Die Solotänzerinnen Bianca Dürrbeck aus Wiesendorf und Christina und Daniela Sörgel aus Zeckern schwebten federleicht über die Bühne und nur am schweren Atmen erkannte man, wie anstrengend so ein Showtanz ist. In der Faschingssaison sind sie natürlich besonders gefordert. Für Bianca Dürrbeck war es der dritte Auftritt von vier an diesem Abend.
Fritz Brehm, alias Rettl aus Großbuchfeld war zum vierten Mal dabei.
Der Showtanz der jungen Neuhauser Gruppe "Dance for fun" musste sich nicht verstecken. Fritz Nendel, der Alleinunterhalter und musikalische Muntermacher, war zum siebten Mal da. "Das war das letzte Mal", flüstert er dem FT zu. "Mer werd älter!"
Hans Mönius und Uta Möller vom Gemeinen Siebenerrat führten perfekt durchs Programm und konnten zufrieden sein mit dem großen Erfolg des Abends.



Weitere Fotos finden Sie im Internet:


www.inFranken.de

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