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"Baba Noel ist da": Nikolausbesuch bei Flüchtlingskindern

Der Nikolaus war zu Gast in der Asylunterkunft in Hemhofen. Nicht allen Kindern war der Mann mit dem roten Anzug gleich geheuer. Aber das Eis war schnell gebrochen.
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Schnell war den Kindern in der Asylunterkunft in Hemhofen klar, wer da zu Besuch kam.  Foto: Pauline Lindner
Schnell war den Kindern in der Asylunterkunft in Hemhofen klar, wer da zu Besuch kam. Foto: Pauline Lindner
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HemhofenDie elfjährige Celine ist ein aufgewecktes Mädchen aus Syrien. Sie kann schon recht gut Deutsch und spricht auch Englisch. Trotzdem verstand sie zuerst Monika Rosiwal-Meißner nicht, als die ihr erklären wollte, dass nun gleich der Nikolaus kommt. "Nikolaus, Santa Claus, kennst du ihn?", fragte die Frau des Helferkreissprechers Alois Meißner. Celine zögerte: "Ich glaube schon." Ein noch jüngerer Bub hörte zu und verkündete: "Noel".

Als aber der Nikolaus mit seinem Glöckchen in der Tür der Asylunterkunft stand, war es jedem klar: "Baba Noel ist da", und die Kinder folgten ihm nach draußen. Dort wartete der Chor Waldeslust aus Zeckern schon und sang "Morgen Kinder wird's was geben". Alle Kinder, auch die Kleinen auf dem Arm ihrer Mütter drängten sich um Baba Noel. Papas und Mamas zückten ihre Handys, um diese seltenen Begegnung im Bild festzuhalten.

Eine Sängerin erklärte, was es mit dem Nikolaus auf sich hat. In deutscher Sprache. "Jetzt müssten wir jemand haben, der das übersetzt", sagte einer. Die kleine Celine tat es. Selbstsicher erzählte sie allen, was sie inzwischen über den Nikolaus gehört hatte.

Der Chor sang noch ein Mal. Beifall von allen Seiten. Dann erbat ein junger Mann das Glöckchen des Weihnachtsmanns und stimmte ein arabisches Lied an. Als Vorsänger trug er eine Zeile vor und mit Begeisterung stimmten Kinder und Erwachsene ein. Mit dieser Melodie werden in Damaskus Gäste begrüßt, erklärte einer.
Dann hatte der Nikolaus alle Hände voll zu tun. Denn der Chor hatte für jedes der 35 Kinder ein Päckchen gepackt. Maria Baumüller hatte diese Idee und der ganze Chor half ihr, sie umzusetzen. Die mutigen Buben und Mädchen standen gleich vorn; aber mancher Kleine traute der seltsamen Gestalt mit dem weißen Bart und der roten Kapuze nicht so recht. Das kennen erfahrene Nikoläuse doch?

Noch ein Abschiedslied vom Chor. Man wollte schon fast aufbrechen, da stimmte der junge Mann nochmals ein Lied an. Und wie es manchmal so ist: Bei der dritten Strophe wurden die Sänger leiser, weil sie im Text nicht weiter wussten. Als Gegengabe gab es dann noch ein Einzel-Fotoshooting mit dem Nikolaus. Mit lauter strahlenden Gesichter. So ist das, wenn "Baba Noel" zu Besuch ist.

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