Gremsdorf
Verkehr

BN: Umgehungen lösen keine Probleme

Die Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach des Bundes Naturschutz (BN) diskutierte in ihrer Jahreshauptversammlung Verkehrsprobleme.
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Gernot Hartwig, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr im BN, referierte in Gremsdorf. Foto: privat
Gernot Hartwig, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr im BN, referierte in Gremsdorf. Foto: privat
Die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Höchstadt-Herzogenaurach des Bundes Naturschutz (BN) fand heuer in Gremsdorf statt. Der Ort war ausgewählt worden, da dort wie in Herzogenaurach gravierende Probleme mit Umgehungsstraßen bestünden, teilt Kreisvorsitzender Helmut König mit.
Bevor man aber zu diesem Thema kam, stellte König die Aktivitäten im Kreis und in den Ortsgruppen dar. Herausragend sei die Reaktivierung der Rammlerweiher im Naturschutzgebiet Mohrhof. Insgesamt fanden 88 Veranstaltungen statt, darunter zwei Demonstrationen.
In Sachen Verkehr warb der Kreisvorsitzende für eine Rückbesinnung auf alternative, öffentliche Transportmittel. "Nur so kann der Verkehr reduziert werden", so König. Dies bestätigte auch Gernot Hartwig, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr im BN. Denn "die Planer gehen von stetig steigendem Verkehr aus. Wenn deshalb neue Straßen gebaut werden, entsteht nur noch mehr Verkehr", so der Gemeinderat aus Buttenwiesen südlich von Donauwörth.
Verkehr sei eine Folge politischer, oft recht kurzsichtiger Entscheidungen. Während im österreichischen Vorarlberg amtlicherseits bereits heute mit jährlicher Verkehrsreduzierung geplant werde, sei man hierzulande davon noch weit entfernt. Straßen würden heute immer noch so geplant, als wäre kein Wandel wegen des steigenden Ölpreises oder ein Umstieg auf andere Mobilitätskonzepte absehbar.
Artensterben, Landschaftszerstörung, Stau, Parknot in Städten, Straßenunterhalt werden "nicht geringer, der Verkehr nicht billiger, wenn er 500 Meter weiter am Dorf vorbei geleitet wird. Wir müssen darauf drängen, dass die Politik es schafft, dass weniger Verkehr stattfindet. Umgehung ist mit Sicherheit keine langfristige Lösung", ist die einhellige Meinung der Naturschützer.

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