Höchstadt a. d. Aisch
Bildung

Arbeiten wie die Wissenschaftler

Am Gymnasium wurden die besten Seminararbeiten präsentiert und prämiert. Siegerinnen sind Amelie Wegrath und Jasmin Mohammad.
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Cédrik Steffanides (rechts) schenkt Kostproben seines selbst entwickelten Hopfentees aus.  Fotos: Yannick Hupfer
Cédrik Steffanides (rechts) schenkt Kostproben seines selbst entwickelten Hopfentees aus. Fotos: Yannick Hupfer
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Bereits vor einem Jahr mussten die damaligen Schüler der elften Jahrgangsstufe des Gymnasiums Höchstadt damit beginnen, ein geeignetes Thema für ihre Seminararbeit zu finden. Im Rahmen des W-Seminars konnten sie sich ein Schulfach aussuchen, dessen Thema sie anschließend konkretisierten, um dann eine wissenschaftliche Arbeit darüber zu schreiben.

Ähnlich wie auf einer Universität muss man auch hier wissenschaftliche Quellen verwenden und selbstständig forschen. Deshalb begannen bereits im April vergangenen Jahres die Schüler damit, in Bibliotheken zu gehen und über ihr Thema zu recherchieren. Anschließend mussten die Arbeiten geschrieben werden, um sie dann, am Dienstag nach den Herbstferien, abzugeben und von dem jeweiligen Lehrer durchsehen zu lassen.

Die besten Seminararbeiten wurden nun der Öffentlichkeit und der aktuellen elften Jahrgangsstufe des Gymnasiums bei einer "W-Seminarmesse" vorgestellt. An mehreren Ständen konnten die Schüler mit den Autoren der Arbeiten in Kontakt treten und sich Tipps holen.


Geld, Tee und Gutscheine

Auch der Schulpartner Martin Bauer hat einen Stand aufgebaut, um die jungen Erwachsenen über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Martin Bauer begleitete eine der ausgestellten Arbeiten auch, um eigene Tees anzufertigen. Cédrik Steffanides benötigte für seine Arbeit "Herstellung verschiedener Hopfentees und Analyse" einige Zutaten, die ihm die Firma zur Verfügung gestellt hatte.

Um die besten Arbeiten aus der Vorauswahl herauszufiltern, begutachteten Elke Reitmayer von der Bücherstube Höchstadt, Micheal Wirth von der Firma Martin Bauer, Lehrer Robert Tichi und Direktor Bernd Lohneiß die Arbeiten. "Die Seminarmesse dient auch dazu, einige Arbeiten zu prämieren", erklärt Lohneiß.

Im naturwissenschaftlichen Bereich konnte Jasmin Mohammad mit ihrer Arbeit "Konzeption und Bewertung der LOHC-Technologie im Haushalt" die Jury am meisten überzeugen. LOHC steht für flüssige organische Wasserstoffträger. Die Seminararbeit "Sklaverei in der ersten Demokratie der Welt - Das antike Athen" von Amelie Wegrath hat die Jury im Bereich Geisteswissenschaften am meisten beeindruckt.

Die Gewinnerinnen bekamen von Martin Bauer jeweils ein Geldgeschenk. Mit reichlich Entspannungstee für die bevorstehende Abiturphase und Büchergutscheinen der Bücherstube Höchstadt wurden die jeweils Zweiten, Cédrik Steffanides und Philipp Bohlen, geehrt.


Amelie Wegrath

Für den Hauptteil ihrer Arbeit zum Thema "Sklaverei in der ersten Demokratie der Welt - Das antike Athen" hat sich die Schülerin in die Lage eines Sklaven im antiken Athen versetzt. Diese wurden damals sowohl importiert als auch durch Eroberungen von Städten verschleppt. Eroberer hatten nach einem Sieg über die Stadt damals die komplette Gewalt darüber und konnten sich so auch ehemalige Bürger als Sklaven halten. "Die Menschen damals dachten, einige seien weniger wert", erklärt die Siegerin. Wichtig sei aber auch der Charakter des Eigentümers gewesen. Bei einigen Herren waren Sklaven auch als Erzieher für ihre Kinder tätig und genossen so mehr Ansehen.


Jasmin Mohammad

In der Seminararbeit "Konzeption und Bewertung der LOHC-Technologie im Haushalt" stellte sich die Schülerin den Herausforderungen der Energiewende. Sie stellte fest, dass diese bedeutet, sich von fossilen Kraftstoffen und nuklearer Energie abzuwenden. Die Lösung sieht sie in den Eigenschaften von Wasserstoff. Demnach hat dieser eine einzigartige Energiedichte und ist ein emissionsfreier und sauberer Energieträger. Allerdings berge Wasserstoff auch Sicherheitsrisiken und einen hohen Energieverbrauch. Vorteile einer LOHC-Technologie seien sowohl die Nutzung über herkömmliche Tanktechnologien als auch, dass es schwer entflammbar und nicht explosiv ist.
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