Erstmals dabei sein konnte heuer Pfarrer Thomas Ringer aus Adelsdorf. "Wo Kirchweih ist, da gehört schließlich auch der Pfarrer dazu", ist seine Ansicht. Der Festgottesdienst in Zeckern war bereits zu Ende und da wegen der anstehenden Fußball-Europameisterschaft der Bieranstich auf 18.15 Uhr vorverlegt worden war, standen auch keine der ihn in früheren Jahren abhaltenden Verpflichtungen an. Schon im Gottesdienst, wie Bürgermeister Wersal bei seiner Anstich-Rede erzählte, hatte der Seelsorger auch des weltlichen Feierns gedacht. "Erst die Orgel, dann die Gorgel" ist sein Standpunkt, und so war er auch beim Anstich zur Stelle.

Den Wunsch des Gemeindeoberhaupts, neben der zugesagten Fürbitte für die Deutsche Nationalmannschaft doch auch am Sonntag ein wenig der Zeckerner Fußballer, für die ein wichtiges Spiel ansteht, zu gedenken, konnte Ringer allerdings nicht erfüllen. Es geht da nämlich gegen Adelsdorf, und da würde er in Gewissenskonflikte kommen. Bei aller Scherzhaftigkeit danach, der feierliche Festgottesdienst fand nach allgemeiner Ansicht dennoch in würdigem Rahmen statt.


Neues Löschfahrzeug gefeiert



Ein wenig nachgefeiert wurde am Samstag bei der die Kirchweih organisierenden Feuerwehr die am Fronleichnamstag erfolgte Weihe eines neuen Fahrzeugs. Ein LF 8 - das neu angeschaffte Löschgruppenfahrzeug - vervollständigt jetzt die örtliche Ausrüstung und konnte wenige Tage vor der Kerwa ausgestattet mit allem vorhandenen und notwendigen Inventar in Betrieb genommen werden.

Das Festzelt war zum Bieranstich nicht ganz so gut gefüllt wie in den vergangenen Jahren - die Europameisterschaft forderte wohl doch ihren Tribut. Wer aber Kerwa feiern und dennoch nicht auf den geliebten Fußball verzichten wollte, stand nicht im Regen: "Public Viewing" für das am Abend stattfindende erste Spiel der Deutschen wurde natürlich angeboten - und auch entsprechend genutzt. Gemeinsam feiern und gemeinsam gucken - wie könnte eine Kerwa noch schöner sein.