Höchstadt

Aischgrund wird ein Fernsehstar

Eine neue Sendereihe im Franken Fernsehen berichtet ab 29. Juni regelmäßig aus dem Landstrich rund um Höchstadt. Dadurch sollen nicht nur Karpfen in aller Munde kommen, sondern auch andere Vorzüge der Region.
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Auch malerische Weiherlandschaften wie hier bei Oberlindach will Aischgrund TV ins rechte Licht setzen. Foto: Gerhard Launer
Auch malerische Weiherlandschaften wie hier bei Oberlindach will Aischgrund TV ins rechte Licht setzen. Foto: Gerhard Launer
Ein Kameraschwenk über den Karpfenteich, ein "Weiher-Talk", Impressionen einer frühlingsfrischen Wiese oder ein Blick aus luftiger Höhe über den Aischgrund: Was die Aisch und ihre Umgebung an Besonderem bieten, will künftig Aischgrund TV zeigen.

Aischgrund TV nennt sich eine neue Sendereihe im Franken Fernsehen mit voraussichtlichem Sendestart am 29. Juni. Gemeinden, touristische Attraktionen, Wirtschaft, Kultur und Vereine aus der Region sollen dadurch bekannter werden. Eine optimale Präsentationsfläche auch für Gemeinden und die dort ansässigen Unternehmen, erklärt Michael Trommer von der Neumarkter Produktionsfirma.

Ausschließlich über die hiesige Region soll in der neuen Sendereihe berichtet werden. Auf 22 Gemeinden ist das Konzept angelegt, nahezu alle haben ihre Beteiligung zugesagt. Finanziert wird das Ganze über Werbung. Je nach Einwohnerzahlen beteiligen sich die Kommunen mit einem recht geringen Kostenanteil.

Für ihr "Budget" - im Fall von Mühlhausen sind es 716 Euro im Jahr - können die Kommunen Werbung in eigener Sache machen. Für Bauplätze oder neue Gewerbegebiete kann dabei ebenso geworben werden wie für Veranstaltungen, für das Schwimmbad oder Freizeitanlagen. Die Herstellung eines Werbespots mit einer Dauer von zwanzig Sekunden wird mit 350 Euro dem Budget gegen gerechnet. Für die Ausstrahlung des Spots werden 150 Euro berechnet. Der Werbespot bleibt dann Eigentum der Gemeinde und kann beliebig für den eigenen Internetauftritt, als Imagefilm für Messen oder ähnliches verwendet werden. Leistungen, die über die eingebrachte Summe hinaus gehen, müssten gesondert bezahlt werden.

15 Minuten Sendezeit pro Folge

15 Minuten Sendezeit stehen pro Folge zur Verfügung. Davon sind drei Minuten der Werbung vorbehalten, zwölf Minuten werden mit redaktionellen Beiträgen gefüllt. Diese Beiträge sind für die Gemeinden kostenfrei. "Der Input" dazu soll laut Trommer von den Gemeinden selbst kommen.

Die Bürgermeister aus der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Höchstadt, die sich von Trommer die Details erklären ließen, haben bereits ihre Vorstellungen. Weil es ein Saisonbetrieb ist, möchte Helmut Lottes (CSU/UB), Bürgermeister von Vestenbergsgreuth, baldmöglichst einen Beitrag über die Sommerrodelbahn der Gemeinde ausgestrahlt haben. Sein Kollege Stefan Himpel (FW) aus Lonnerstadt findet den Spatenstich für die Windkraftanlage einen Fernsehbericht wert. Die Gemeindechefs Norbert Walter (CSU) aus Gremsdorf und VG-Vorsitzender Klaus Faatz (CSU) aus Mühlhausen äußerten in der Bürgermeisterrunde noch keine konkreten Wünsche hinsichtlich eines TV-Auftritts ihrer Kommune.

Jede Folge wird 16 Mal pro Woche zu unterschiedlichen Sendezeiten ausgestrahlt. Für das erste Jahr konnte sogar noch eine zweite Woche angehängt werden, so dass jeder Block 26 Mal zu sehen sein wird.
"Das wird eine spannende Sache", findet Sandra Hammer vom Tourismusverein Karpfenland Aischgrund. Ihr ist natürlich sehr daran gelegen ist, den Aischgrund bekannter zu machen. Hammer ist es auch gelungen, die Bürgermeister von der Fernseh-Idee zu begeistern.

Das Sendegebiet von Franken Fernsehen ist mit dem Bezirk Mittelfranken gleichzusetzen, mit den Schwerpunkten Nürnberg, Erlangen, Fürth. Hinzu kommen Stadt und Landkreis Neumarkt. Erreicht werden im Sendegebiet 1,3 Millionen Zuschauer. Zu empfangen ist Franken Fernsehen über Kabel oder Satellit.

Das Konzept steht jetzt für ein Jahr. Der Beitritt der meisten der insgesamt 22 Gemeinden ist in trockenen Tüchern. "Im nächsten Jahr würden wir gern mit Ihnen über ein neues Budget verhandeln", wandte sich Trommer an die Bürgermeister.

Eine Konkurrenz zur Tagespresse dürfte Aischgrund TV nicht werden: Mit zwei bis drei Wochen von der Anfrage bis zur Sendung sind die Vorlaufzeiten zu lange, um über tagesaktuelle Dinge zu berichten.

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