Adelsdorf
Bauausschuss

Adelsdorfer leiden unter Lärm

Am südöstlichen Ortseingang von Adelsdorf ist es ziemlich laut, wenn der Berufsverkehr rollt. Die Anlieger wünschen sich eine Versetzung des Ortsschilds, was die zuständigen Behörden bisher abgelehnt haben.
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Bürgermeister Karsten Fischkal (2. v. l.) musste sich beim Ortstermin anstrengen, um den Verkehrslärm zu übertönen. Foto: Pauline Lindner
Bürgermeister Karsten Fischkal (2. v. l.) musste sich beim Ortstermin anstrengen, um den Verkehrslärm zu übertönen. Foto: Pauline Lindner
Es ist laut. Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) versucht, die Geräuschkulisse zu übertönen. Der Bauausschuss des Gemeinderats steht mit einigen Anliegern in der Schlaufe der Kaspar-Lang-Straße, die nur wenige Meter von der Staatsstraße, der Ortszufahrt aus Richtung Hemhofen, entfernt ist. Der Verkehrslärm ist dort beträchtlich, gerade zu der Zeit, wenn viele Adelsdorfer nach Hause fahren.
"Ist das angenehm", sagt Fischkal, als für einen Moment kein Fahrzeuggeräusch zu hören ist. Das Problem ist nicht neu, aber eine Versetzen des Ortsschilds ortsauswärts wurde bislang abgelehnt. Dass es keine beidseitige Bebauung gibt, soll die Begründung gelautet haben. Das ist so nicht richtig, denn östlich der Staatstraße liegt das Wohngebiet am Oesdorfer Weg. Allerdings wird es durch einen Lärmschutzwall abgetrennt. "Angeblich ist hier zu wenig Verkehr", berichtet Fischkal von den Ablehnungsgründen.
Die Messwerte hinter dem Wall seien um einige Dezibel zu niedrig gewesen, habe seinerzeit ein Lärmgutachten ergeben.
Diese enge Auslegung will einer Anliegerin nicht einleuchten. Denn in Gremsdorf wurde das Ortsschild im Westen fast bis an das von Höchstadt versetzt, obwohl dort nur auf einer Seite Häuser stehen.
Fischkal will einen neuen Vorstoß machen, weil seither auch die Bushaltestellen am Ortseingang, weniger als 100 Meter vom Ortsschild entfernt, eingerichtet wurden. Dort warten vor Schulbeginn, so die Beobachtungen der Anlieger, täglich Hunderte von Kindern auf die Beförderung zu verschiedenen Schulen. Die größte "Unlogik" ist für die Anwohner, dass die innerörtliche Tempo-30-Zone nur wenige Meter vor der Bushaltestelle endet.

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