Höchstadt a. d. Aisch

Acht Damen töpfern Höchstadt

In einem VHS-Kurs unter Leitung von Reglinde Fösel entsteht ein Relief, das stadtbildprägende Gebäude und Häuser zeigt.
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Gebäude um Gebäude wird nach einem ausgefeilten Plan zu dem Relief zusammengefügt. Foto: Yannick Hupfer
Gebäude um Gebäude wird nach einem ausgefeilten Plan zu dem Relief zusammengefügt. Foto: Yannick Hupfer
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Höchstadt Zehn Wochen lang arbeiteten acht Damen an einem Projekt, das Häuser aus Höchstadt darstellt, die, so Kursleiterin Reglinde Fösel, "wichtig sind für das Stadtbild". In einem VHS-Kurs haben die Frauen Gebäude getöpfert, die von historischer Relevanz sind. Seit Anfang Oktober treffen sie sich einmal in der Woche, um gemeinsam zweieinhalb Stunden lang eine Stadtsilhouette von Höchstadt in Ton einzuarbeiten.


Sechs Schultische groß

Reglinde Fösel, die regelmäßig Kurse im Bereich Ton anbietet, hat zuerst einen Plan auf ein Din-A4-Blatt gezeichnet. Anschließend wurde dieser dann auf eine Größe von sechs Schultischen vergrößert und diente den Frauen als Vorlage, um die Gebäude detailgetreu in den Ton einzuarbeiten. Neben Holzstäben für Fachwerk und Konturen wurden auch Messer verwendet um verschiedene Eben abzutragen und so einen Tiefeneffekt zu erzeugen.
Nach einem ersten Brennvorgang im Ofen der Hauptschule, wo der Kurs stattfindet, ging es ans Bemalen der Dächer. Hierzu wurde braune Spezialfarbe verwendet. Anschließend musste der Ton erneut sechs Stunden in den Ofen. Drei Tage lang muss der Ton nun abkühlen, bevor man ihn wieder aus dem Ofen holen kann.

Aufgehängt wird das 2,20 mal 1,40 Meter große Kunstwerk am "Alten Kuhstall" direkt hinter dem Rathaus in Höchstadt. Vom Parkplatz aus erhofft sich Fösel möglichst vielen Betrachtern das Relief zeigen zu können. "Ich hoffe, es sehen relativ viele", erklärt sie.

Das richtige Gebäude zu finden, wo das Werk seinen Platz findet, sei allerdings nicht einfach gewesen. "Man kann es nur an einem Ort montieren, der der Stadt gehört", erklärt die Kursleiterin weiter. Auch das neue Aischparkcenter war Thema, doch die Kursteilnehmer entschieden sich letztendlich dagegen.

Vor allem die Gemeinsamkeit bei ihrem aktuellen Kunstwerk begeistert die ehemalige Lehrerin: "Als Gemeinschaftsarbeit ist es sehr schön". Sie lobt vor allem die Tatkraft der Teilnehmer, die bei dem Projekt unentgeltlich mitmachen.


Neuer Kurs ab März

Vorgestellt wird das Kunstwerk voraussichtlich am Höchstadter Altstadtfest. Zuvor findet ab März aber ein neuer VHS-Kurs bei Reglinde Fösel statt. Diesmal ist das Thema allerdings nicht vorgegeben. In den vergangenen Jahren waren auch Themen wie Afrika oder Keltik auf dem Plan der Damen.

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