Drei Jahre dauerten die Bauarbeiten an der Straße zwischen Birnbaum und Rezelsdorf. Für insgesamt 2,6 Millionen Euro wurden 3,6 Kilometer Straße wieder in Schuss gebracht. Seit Dienstagabend kann das jeder selbst "erfahren", denn die Verbindung zwischen den beiden Ortschaften ist wieder für den Verkehr freigegeben.
Die Erneuerung der Straße war dringend erforderlich, da sie in miserablem Zustand gewesen war. Doch mit der Erneuerung war es nicht getan. Die Fahrbahn wurde von fünf auf 6,5 Meter verbreitert. Zudem wurden Kurven entschärft und Kuppen abgeflacht sowie der gesamte Fahrbahnaufbau erneuert.

Bei der Abzweigung nach Kästel erleichtert eine Linksabbiegerspur dem Autofahrer das Abbiegen. Ebenfalls sicherer geworden sind die vielen Waldzufahrten; sie sind jetzt zu einem gemeinsamen Waldweg zusammengefasst worden und treffen nur noch an zwei Stellen auf. Nachdem vor zwei Jahren der erste Abschnitt von Birnbaum bis zur Einmündung Kästel für den Verkehr freigegeben wurde, steht jetzt seit Dienstag auch der zweite 1,8 Kilometer lange Bauabschnitt von Kästel bis Rezelsdorf für den Verkehr wieder zur Verfügung. Dem bayrische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) eröffnete am Rezelsdorfer Ortsende den Abschnitt feierlich. Doch nicht nur die geladenen Gäste, auch viele Schaulustige und Anwohner aus den benachbarten Dörfern waren gekommen, um das obligatorische Durchschneiden des Bands mitzuerleben.

Der Innenminister geht davon aus, dass "der Ausbau dieser Staatsstraße dem Wirtschaftsraum Westmittelfranken wertvolle Impulse gibt". Vor allem der ländliche Raum benötige gute Straßenanbindungen. Doch es gebe in Mittelfranken schon noch zahlreiche erneuerungsbedürftige Straßenabschnitte.

"Wir können nur so viel Geld ausgeben wie dafür zur Verfügung steht", schränkte er ein. Herrmann konnte aber auch Erneuerungsmaßnahmen ansprechen, die in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden oder oder schon begonnen wurden. Eine Großbaustelle ist seit 2008 die Straße zwischen Markt Bibart und Burghaslach im Steigerwald, an der insgesamt 15,6 Kilometer ausgebaut werden.

Heuer noch geht es auch auf der weiteren Staatsstraße 2259 nördlich der B 470 mit dem Ausbau im Bereich Gutenstetten und Münchsteinach los. Auch die B 470 erhält heuer noch zwischen Uehlfeld und der Landkreisgrenze einen neuen Belag.

"Das zeigt, dass der Freistaat Bayern durchaus bemüht ist, trotz der angespannten Haushaltslage den Straßenausbau kontinuierlich voranzuführen", betonte Herrmann.

Pfarrer Dietmar Kleinschroth von der evangelischen Kirchengemeinde Gerhardshofen sowie Pastoralreferent Christian Lauger von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef Weisendorf segneten die Straße. Der Posaunenchor Gerhardshofen umrahmte die Feierstunde.