Herzogenaurach
Jubiläum

50 Jahre Fischereiverein Herzogenaurach

Das 50-jährige Bestehen des Fischereivereins Herzogenaurach wurde im Vereinshaus kräftig gefeiert. Wer glaubt, dass sich dort nur alles ums Angeln und Fischen drehte, der irrte gewaltig.
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Vorsitzender Horst Olbrich begrüßte die Gäste zum feierlichen Abend.  Fotos: Richard Sänger
Vorsitzender Horst Olbrich begrüßte die Gäste zum feierlichen Abend. Fotos: Richard Sänger
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Fünf Mitglieder aus dem Gründungsjahr 1962 sind im Verein noch aktiv: Rudi Peetz, Walter Pöschl und Erich Schaufler nahmen an der Geburtstagsfeier teil. Sie wurden vom Schirmherrn Bürgermeister German Hacker (SPD), dem Präsidenten des Mittelfränkischen Fischereiverbandes, Fritz Loscher-Frühwald, und Vorsitzenden Horst Olbrich ausgezeichnet.

Mag mancher auf den ersten Blick die Bezeichnung "Fischereiverein" mit Angeln und Geselligkeit verbinden, liegt er nicht ganz falsch. Doch in der heutigen Zeit darf eine ganz wichtige Aktivität nicht außer Acht gelassen werden, nämlich die des Umweltgedankens. Leisten die Fischer doch einen erheblichen Beitrag zum Natur- und Gewässerschutz. Herzogenaurachs Fischer gehörten mit zu denjenigen, die frühzeitig die Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes erkannt haben und seither mit hohem ideellen, aber auch materiellen Aufwand versuchen, naturnahe Strukturen in den von ihnen bewirtschafteten Gewässern zu schaffen, um so vielen bedrohten Fischarten ein Überleben zu sichern. Dabei stehen auch der Aufbau und die Hege eines gewässerspezifischer, artenreicher und gesunder Fischfauna im Vordergrund.

Am 18. Oktober 1962 kamen zwölf Personen im Gasthaus "Frische Quelle" zur Gründungsversammlung zusammen. Den Vorsitz des neuen "Fischereiverein Herzogenaurach e.V." übernahm Hans Lautner als 1. Vorsitzender. Ihm zur Seite stand Alfred Steinbrich.

410 Mitglieder dabei


Schon bald zählte der Fischereiverein 46 Mitglieder. Bereits im Dezember 1962 wurde die erste Gewässerstrecke gepachtet und zwar die Reiche Ebrach, von der Lempenmühle bei Mühlhausen bis Sambach. Im Laufe der Zeit wurden selbstverständlich auch eigene Gewässer erworben und noch andere dazu gepachtet.

Im Jahr 1987 feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen. Zu dieser Gelegenheit wurde der "Mittelfränkische Fischereitag" in Herzogenaurach unter der Schirmherrschaft des damaligen 1. Bürgermeisters Hans Ort ausgerichtet. Mittlerweile hat der Verein eine beachtliche Entwicklung genommen und zählt 410 Mitglieder, davon 263 Aktive und 24 Jungfischer und ist im Stadtleben eine feste Größe.

Die Jubiläumsfeier im Vereinshaus nahm auch Hans Beck, Bürgermeister der Gemeinde Pommersfelden zu Anlass, dem Verein für die vorbildliche Gewässerpflege zu danken, so sei es ihm auch leicht gefallen, den Herzogenaurachern das Gewässer für die nächsten Jahre wieder zu verpachten. "Wir fühlen uns in diesen Gemeinden fast wie daheim und diese Gemeinden sind auch ein fester Bestandteil unseres Vereinsleben", dankte Olbrich für die Verpachtung der Gewässer, und meinte damit Pommersfelden, Dietersheim und Mühlhausen.
Für den Vorsitzenden Horst Olbrich gab es vom Schirmherrn noch einen besonderen Glückwunsch, denn seit über 20 Jahren steht Olbrich dem Verein vor. Mit den Worten: "50 Jahre Fischereiverein, das ist dann bereits eine Zeitdauer, bei der man von Geschichte spricht. Das sind 50 Jahre Jugendarbeit, Umweltarbeit und Sport - verbunden mit Freude und Spaß am Hobby", wandte sich Hacker an die Mitglieder.

Engagement für die Umwelt


Hacker lobte den Verein: "Es werden nicht nur große Fische aus dem Wasser geholt, sondern der Fischbestand auch gepflegt und die Gewässer werden in einem natürlichen Gleichgewicht gehalten." Das sei zwar nicht immer einfach und koste auch Geld. So wurde die früher einheimische Rutte wieder angesiedelt, die in der hiesigen Gegend bereits ausgestorben war. Lob gab es auch dafür, dass der Verein die Aurach jedes Jahr von Müll und Unrat befreit, und dass die Jugendgruppe für den Welkenbach die Patenschaft übernommen hat.
Mit Anerkennung bedachte der Bürgermeister den Verein damit, dass er sich am jährlichen Ferienprogramm der Stadt teilnimmt und damit Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren und der Natur nahebringt.

Dass die Fischer auch feiern können, bewiesen sie im Vereinshaus auch, die Ehemaligen der Stadtjugendkapelle gestalteten den Abend musikalisch und spielt am Ende auch zum Tanz auf.




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