Herzogenaurach
Konzert

300 Musiker reisen durch die Welt

Zahlreiche Chöre und Musikgruppen nahmen die Zuhörer in der Evangelischen Kirche mit auf ihre Entdeckungstour durch Raum und Zeit.
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"Kinder tragen Licht ins Dunkel" trug der Grundschulchor des Liebfrauenhauses vor.Manfred Welker
"Kinder tragen Licht ins Dunkel" trug der Grundschulchor des Liebfrauenhauses vor.Manfred Welker
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Das Festliche Konzert in der Evangelischen Kirche von Herzogenaurach zeigte auch in diesem Jahr ein breites Spektrum und ein hohes Niveau an musikalischen Darbietungen. Die Zuhörer konnten sich davon überzeugen, daß sich die Kirche hervorragend für ein weihnachtliches Konzert eignet.

In diesem Jahr wirkten 300 Künstler aus den zahlreichen Chören und Orchesterformationen Herzogenaurachs an dem Konzert mit. Um das Programm ansprechend zu gestalten, musste eine Auswahl getroffen werden. Die Akteure warteten bis zu ihrem Auftritt daher zum Teil in der Realschule oder in Räumen rund um die Kirche.

Bürgermeister German Hacker würdigte die Teilnehmer der Veranstaltung und die Tatsache, dass das Konzert seit dem Jahr 1975 immer ausverkauft ist. Die Zuhörer konnten mit traditionellen Liedern aus England bis zu einem Stück von Lady Gaga oder Arrangements von Norbert Engelmann, eine Zeitreise durch die Musik antreten.

26 Statinen in 16 Ländern

Die Moderation hatte erneut Gerald Fink übernommen. Er würdigte besonders das breite sängerische Spektrum des Abends und meinte zur Fülle weihnachtlicher und festlicher Klänge: "Eine Reise durch verschiedene Länder, sie müssen für die Reise nicht einmal aufstehen!" Die Zuhörer könnten durch die 26 Stationen aus 16 Ländern sehen, wie die Erdteile Weihnachten feiern.

Das Konzert begann mit "Jericho" von Bert Appermont, dargebracht von der Bläserphilharmonie der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach. Dass Norbert Engelmann neben dirigieren auch arrangieren und gut Instrumente spielen kann, ist bekannt. Mit dem Ensemble "Rhythm & Bones" brachte er die Nussknackersuite (und andere Unfälle) von Peter Tschaikowski zum Besten. Wobei das "Bones" im Ensemble von vier Posaunen, also Trom-bones abzuleiten ist.

Die Mitglieder der Stadtjugendkapelle hatten ihre Beiträge perfekt einstudiert und auch dargebracht, wofür sie einen langen Applaus erhielten. Regina Scherer an der Trompete und Michael Gunselmann an der Orgel interpretierten Trumpet Tune, "The Prince of Denmarks March" von Henry Purcell.

Schon die Kinder waren vertreten

Gut vertreten waren in diesem Jahr auf jeden Fall die Chöre der Stadt. Die Grundschulchor des Liebfrauenhauses unter der Leitung von Maria José Loza brachte Lieder wie "Die Tiere im Stall" und "Kinder tragen Licht ins Dunkel" zu Gehör.

Mit zahlreichen Aktiven stellte die Chorjugend der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena unter der Leitung von Toni Rotter die größte Formation. Den Choristen ging "Verbum caro factum est" von Hans Le Hassler, "Jaako kulta" von Jorma Panula und "Nyon Nyon" von Jake Runestad gewohnt leicht von den Lippen. Die Formation erhielt langen Applaus.

Der Chor und die Band der Realschule hatten unter der Leitung von Michael Rössler und Markus Bedruna "Heal the World" von Michael Jackson, "Viva la vida" von der Band Coldplay, "Gott segne dich" von Martin Pepper und "Shallow" von Lady Gaga einstudiert.

Der St.-Otto-Chor unter Reinhold Weber intonierte "Hoch tut euch auf" von Christoph Willibald Gluck, "Here I am, Lord" von Daniel Schutte sowie den Weihnachtsjubel von Robert Jones. "Ding! Dong! Merrily on high", ein Traditional aus England, "Jul Jul" von Gustaf Nordquvist und "Jauchzet dem Herrn alle Welt" von Felix Mendelssohn-Bartholdy hatte sich der HerzoChor im Liederkranz 1861 erarbeitet.

Die Käthe-Zang-Sing und Musikschule war in diesem Jahr sogar mit zwei Gruppierungen vertreten.

Viel Beifall

Zusätzlich zum Akkordeonorchester musizierte das Volksmusikensemble der Lehrkräfte der Musikschule Anita Stierstorfer "Hirten, auf um Mitternacht" aus der Batschka, "Zinkenbacher Landler" und "Weihnachtsboarischer", beide von Tobi Reiser, sowie "The Menestrel's Adieu to his native Land" von John Thomas.

Auch in diesem Jahr war das Flöten-Ensemble des Spielmannszuges Grenzmark unter Claudia Küster vertreten. Ihre Beiträge waren der Canon in D von Johann Pachelbel, ein richtiger Ohrwurm und "Waltz" Op. 36 No 3 von Amy Marcy Beach.

Der Applaus der Zuhörer honorierte die Programmbeiträge der Mitwirkenden und alle waren sicher der Meinung, dass auch dieses festliche Konzert die Erwartungen aller mehr als erfüllt hat.

Das gemeinsame Schlusslied "Tochter Zion, freue dich!" entliess die Zuhörer und die Akteure in die Nacht des dritten Advent.

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