Höchstadt a. d. Aisch
Kundgebung

2700 Schüler erinnern auf dem Marktplatz in Höchstadt an das Kriegsende

So voll ist der Höchstadter Marktplatz wohl nur selten. 2700 Schüler aus allen Schulen versammelten sich am Freitag Vormittag in der Innenstadt, um dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu gedenken.
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Mucksmäuschenstill wurde es auf einmal. Kein Ton war mehr zu hören. Und das obwohl der Höchstadter Marktplatz wahrscheinlich nur selten so voll ist, wie er es gestern Vormittag war. Über 2700 Schüler aus allen umgebenden Schulen versammelten sich in der Innenstadt, um an das Ende des Zweiten Weltkriegs zu erinnern. Bei der Schweigeminute zum Gedenken an alle, die heute Krieg erleben, hielten die Kinder und Jugendlichen, die zu Fuß von ihrer Schule aus kamen, inne - bis die Kirchenglocken die Stille durchbrachen.

Bei der großen Kundgebung nahmen aus Höchstadt die Grundschule Süd, die Anton-Wölker-Grundschule, die Don-Bosco-Schule, die Ritter-von-Spix-Mittelschule, die Realschule, das Gymnasium , die Berufsfachschule, die Fachakademie für Sozialpädagogik, sowie die Augustinus-Schule für Heilerziehungspflege der Barmherzigen Brüder in Gremsdorf teil.

Die Theatergruppe der Realschule führte ein kurzes Stück zum Thema Toleranz auf, bei dem die Schüler am Ende Schilder mit der Aufschrift "Höchstadt ist bunt, nicht braun!" hochhielten. Einige Viertklässler der Grundschule Süd und der Anton-Wölker-Grundschule lasen die Höchstadter Friendeserklärung vor. Auch die Realschullehrerin Anna Sperbe trug gemeinsam mit dem Zehntklässler Nico Kauper etwas vor. Von einigen Schülern der Ritter-von-Spix-Mittelschule und dem Rektor Michael Ulbrich selbst gab es das Lied "Only peace will do", das von CD abgespielt wurde.

Gewalt hat keine Chance

"Adolf Hitler ist eine Schande für die Geschichte unseres Landes", wandte sich Bürgermeister Gerald Brehm (JL) an die vielen Kinder und Jugendlichen. Er bedankte sich für das unaufhörliche Engagement aller Schulen, den Schülern stets aufzuzeigen, dass Gewalt dass Gewalt keine Lösung ist. "Nie wieder Krieg", appellierte Brehm mehrmals.

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