Herzogenaurach
Kultur

160 Musiker verbreiten Weihnachtsstimmung in Herzogenaurach

Das festliche Konzert in der evangelischen Kirche von Herzogenaurach zeigte wieder ein breites Spektrum und hohes Niveau der musikalischen Darbietungen. Die Zuhörer konnten sich davon überzeugen, dass sich die Kirche hervorragend für ein weihnachtliches Konzert eignet.
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DAs hausorchester beim festlicehn Konzert war der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde.Manfred Welker
DAs hausorchester beim festlicehn Konzert war der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde.Manfred Welker
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Das festliche Konzert in der evangelischen Kirche von Herzogenaurach zeigte wieder ein breites Spektrum und hohes Niveau der musikalischen Darbietungen. Die Zuhörer konnten sich davon überzeugen, dass sich die Kirche hervorragend für ein weihnachtliches Konzert eignet.

In diesem Jahr wirkten 160 Personen aus den zahlreichen Chören und Orchesterformationen Herzogenaurachs an dem Konzert mit. Um das Programm ansprechend zu gestalten, musste eine Auswahl getroffen werden. Sie warteten bis zu ihrem Auftritt daher zum Teil in der Realschule oder in Räumen rund um die Kirche. Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker würdigte die Teilnehmer der Veranstaltung: "Immer am 3. Advent findet das Konzert statt, das uns in weihnachtliche Stimmung bringen soll." Sein Dank ging an das Pfarrerehepaar Schürrle. Außerdem merkte er zum musikalischen Leben in Herzogenaurach an: "Das Spektrum ist extrem breit!"

Die Zuhörer konnten mit traditionellen Liedern aus Schlesien bis zu einem Stück von Robbie Williams oder Arrangements von Norbert Engelmann eine Zeitreise durch die Musik antreten. Die Moderation hatte Gerald Fink übernommen. Er meinte zur Fülle weihnachtlicher und festlicher Klänge: "Dritter Advent in Herzogenaurach ist gleich festliches Konzert." Er könne bereits das 11. Mal als Moderator tätig sein. "Wenn man etwas bewahren will, dann muss sich auch etwas ändern", sagte Fink. Daher seien in diesem Jahr auch andere Gruppierungen vertreten. Er kündete ein Programm an, das für zwei Stunden die Zeit stillstehen lasse.

Das Konzert begann mit der Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565 von Johann Sebastian Bach, aber dieses Mal nicht an der Orgel intoniert, sondern durch 13 Mitglieder des Akkordeonorchesters der Musikschule unter Roland Baumann. Dass Norbert Engelmann neben dirigieren, auch arrangieren und gut Instrumente spielen kann, ist gut bekannt. Mit dem Ensemble "Rhythm & Bones" brachte er "Es ist ein Ros entsprungen" - ein kirchliches Weihnachtslied aus dem 16. Jahrhundert - und "Christmas Crackers" nach seinem Arrangement zum Besten. Wobei das "Bones" im Ensemble von vier Posaunen, also Trombones, abzuleiten ist.

Aus den Reihen der Stadtjugendkapelle war außerdem das Saxophonensemble unter der Leitung von Walter Wachter mit "Swingin‘ X-Mas-Party For 4" zu hören. Die Mitglieder der Stadtjugendkapelle hatten ihre Beiträge perfekt einstudiert und auch dargebracht, wofür sie einen langen Applaus erhielten.

Als "Hausorchester" der evangelisch-lutherischen Kirche spielte der Posaunenchor unter der Leitung von Wilfried Schneider "Zeremoniell" von Matthias Nagel, "Glocken der Weihnacht" von Christian Sprenger und "O komm, o komm, du Morgenstern" nach einer Melodie des 15. Jahrhunderts aus Frankreich.

Gut vertreten waren in diesem Jahr auf jeden Fall die Chöre der Stadt. Die zweite Klasse der Cunz-Reyther-Grundschule in Niederndorf unter der Leitung von Kristina Schmidt brachte Lieder wie "Macht die Türen auf " und "Für Kekse lass‘ ich alles steh‘n" zu Gehör. Für Fink ein Beispiel, wie wichtig es ist, musische Arbeit bereits in der Grundschule anzubieten. Er plädierte für mehr Musikstunden in der Schule.

Mit zahlreichen Aktiven stellte die Chorjugend der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena unter der Leitung von Toni Rotter die größte Formation des Konzerts. Den Choristen ging "Psallite, unigenito" von Michael Praetorius, "Man In the Mirror", "Angels" von Robbie Williams und "Deck the Hall" von John Rutter gewohnt leicht von den Lippen. Die Formation erhielt langen Applaus.

Der Volkschor unter Cornelia Schmid hatte die "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven und die traditionelle schlesische Weihnachtsweise "Transeamus usque Bethlehem" einstudiert, unterstützt wurden sie von Herbert Dotzauer an der Orgel und Manfred Vogel mit seinem Bass-Solo.

Schmid war auch als Solistin zu hören, begleitet von Herbert Dotzauer an der Orgel sang sie gemeinsam mit Christian Kaltenhäußer "Cantique des Jean Racine" von Gabriel Fauré und "Noel - Minuit, chrétiens" von Adolphe Adam.

Die Käthe-Zang-Sing-und-Musikschule war sogar mit zwei Gruppierungen vertreten. Zusätzlich zum Akkordeonorchester musizierte das Vokalensemble unter der Leitung von Margit Denk, die auch an der Orgel wirkte. Margarethe Herber (Sopran) sang "Christbaum" von Peter Cornelius, Andrea Kainbacher (Sopran) und Annette Blum (Alt) "The Huron Carol", Kanadas ältestes Weihnachtslied, das 1642 von einem Jesuitenmissionar aufgezeichnet wurde. Als Terzett brachten sie "Hebe deine Augen auf" aus dem Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy zu Gehör.

Auch in diesem Jahr war das Flöten-Ensemble des Spielmannszugs Grenzmark unter Claudia Küster vertreten. Ihre Beiträge waren "Cantate Domino" von Giovanni Croce und "Sheep May Safely Graze" von Johann Sebastian Bach.

Der Applaus der Zuhörer honorierte die Programmbeiträge der Mitwirkenden und alle waren der Meinung, dass auch dieses festliche Konzert die Erwartungen mehr als erfüllt habe. Das gemeinsame Schlusslied "Macht hoch die Tür" entließ die Zuhörer und die Akteure in die Nacht des dritten Advent.

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