Ahorn
Gemeinderatssitzung

Zwei Baustellen und kaum Handwerker in der Gemeinde Ahorn

Die Ahorner Schule soll mit Räumen für multifunktionale Unterrichtsformen ausgestattet werden. Mit dem Kulturbad in Witzmannsberg geht es schleppend voran.
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Im Moment ist das künftige "Kulturbad" noch eine Baustelle. Laut Bürgermeister Martin Finzel zeigen die Baufirmen nicht die nötige Präsenz. Foto: Gabi Arnold
Im Moment ist das künftige "Kulturbad" noch eine Baustelle. Laut Bürgermeister Martin Finzel zeigen die Baufirmen nicht die nötige Präsenz. Foto: Gabi Arnold
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Gleich zwei große Baumaßnahmen hat die Gemeinde Ahorn in diesem Jahr zu schultern: Die Generalsanierung der Johann-Gemmer-Grundschule und den Umbau des ehemaligen Freizeitzentrums in Witzmannsberg zu einem Kulturbad.

Die gute Nachricht: Im Zuge der Sanierung der Schule wird im Landkreis wieder ein Lehrschwimmbecken geschaffen. "Die Arbeiten am Lehrschwimmbecken gehen zügig voran", informierte Bürgermeister Martin Finzel. Allerdings müssen laut Finzel die Pläne für die Generalsanierung auf neue Füße gestellt werden, um die Fördermittel zu erhalten. "Die Regierung von Oberfranken möchte, dass wir einen Antrag den neuen Standards entsprechend vorlegen", so der Bürgermeister.

Die bestehenden Pläne seien mit dem beauftragten Ingenieurbüro, mit der Verwaltung, der Schulleitung und dem staatlichen Schulamt weiterentwickelt worden. Wie Bauamtsleiter Rainer Scholz betonte, handele es sich um eine erste Grundlage, die eventuell noch abgeändert werden könnte. Die Planung sieht nicht nur eine reine Sanierung vor, sondern vor allem zeitgemäße, pädagogische Unterrichtsformen. "Das Ziel ist es, die Schule neu zu denken", so Finzel. Dies soll anhand des sogenannten Münchner Modells geschehen. Demnach soll nach den aktuellen Plänen in der Aula ein multifunktionaler Unterrichtsbereich entstehen, der in verschiedene Räume aufgeteilt werden kann. Insbesondere können laut Finzel der Innenhof und die große Aula in die pädagogische Nutzung einbezogen werden. Die kleine Aula soll ebenfalls zu einem funktionalen Mensaraum neugestaltet werden.

Alte Bäume sollen erhalten werden

Der Außenbereich wird neu gegliedert und die Parkplatzsituation überarbeitet. Wichtig dabei ist: "Es werden möglichst wenige alte Bäume gefällt", sagte Finzel. Gleichzeitig werde aber dem Parkplatzbedarf der Schule, des Lehrschwimmbeckens und des angrenzenden Sportareals entsprochen. Im Förderantrag seien ferner modulare Tisch- und Stuhlsysteme sowie Medien- und Informationstechnik berücksichtigt worden, sagte Finzel.

Schwierigkeiten gibt es laut Finzel bei den Arbeiten am künftigen "Kulturbad". Seinen Worten zufolge zeigen die Baufirmen nicht die nötigen Präsenz. "Es ist ein großer Kraftaufwand, die Firmen auf die Baustelle zu bringen", so Finzel. Mit Nachdruck werde vonseiten der Gemeinde und des Planungsbüros an Baufortschritt und der Vergabe der verbleibenden Gewerke gearbeitet. Finzel will gegen Ende dieser Woche mitteilen, wann die Baumaßnahmen voraussichtlich abgeschlossen sind.

Im Zuge der Sanierung wird die Gastronomie wiederbelebt, hierzu hat das Amt für ländliche Entwicklung laut Finzel Fördermittel in Höhe von 80 Prozent in Aussicht gestellt. Für die Umgestaltung der Außenanlagen erhält die Gemeinde demnach Fördermittel in Höhe von 70 Prozent. Die ehemalige mit Asbest belastete Minigolfanlage muss zurück gebaut und entsorgt werden. Dort, wo einst ein Schwimmbecken war, wird nun ein Kultur- und Gemeinschaftsraum, das sogenanntes Kulturbad, geschaffen.

Ehrenteller für Scholz

Als erster Mitarbeiter der Gemeinde Ahorn hat Rainer Scholz den Ehrenteller der Gemeinde erhalten. Der langjährige Bauamtsleiter wurde im Rahmen der Sitzung in den Ruhestand verabschiedet. Finzel würdigte Scholz für sein außergewöhnliches Engagement. Vor 37 Jahren, am 1. Juli, begann dessen Laufbahn in der Gemeinde Ahorn. Er arbeitete zunächst unter Walter Herpich, später unter Wolfgang Dultz und zuletzt unter Martin Finzel. In Scholz' Amtszeit fielen große Straßenbaumaßnahmen, Bauprojekte wie Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhäuser, Dreifachturnhalle, Bürgerhaus Linde, Sanierung des Rathauses, Untertunnelung der B 303, der Breitbandausbau und vieles mehr. "Das Spektrum der Tätigkeit von Rainer Scholz und sein persönlicher Einsatz war weit über den für einen Mitarbeiter sonst üblichen Rahmen", sagte Finzel. Für dieses herausragende Engagement erhielt Scholz den Ehrenteller der Gemeinde Ahorn.

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