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Müll

ZAW sorgt langfristig vor

Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Nordwest-Oberfranken muss nachweisen, dass er über Jahre hinweg Müll, Schutt und andere Abfälle korrekt entsorgen kann.
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Blick auf die Deponie Blumenrod. Foto: Homepage ZAW
Blick auf die Deponie Blumenrod. Foto: Homepage ZAW
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Der Zweckverband für Abfallwirtschaft Nordwest-Oberfranken (ZAW) kauft drei Hektar Fläche in Blumenrod dazu. Das Geschäft mit Vertragsschluss und Beurkundung ist bereits im Gang; 650000 Euro wurden dafür nun nachträglich noch im Haushalt für das Jahr 2018 eingeplant.

Dass die Fläche gekauft wird, war seit jeher vorgesehen, erläutert ZAW-Werkleiter Peter Baj. Allerdings hatte der ZAW den Kauf erst für das Jahr 2020 geplant. Dass das Geschäft nun früher zustande kam, liegt am Verkäufer. Der Grundstückspreis sei vom Gutachterausschuss des Landkreises festgelegt worden, sagt Baj.

Ob und wann der ZAW die Fläche braucht, ist aber noch längst nicht sicher. Die vorhandene Deponie würde nach heutigem Stand noch 25 Jahre ausreichen, sagt Peter Baj. Doch das kann sich ändern - denn es hängt vom Müllaufkommen ab.

In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich 7000 Tonnen Deponiegut angeliefert - Rückstände aus der Müllverbrennung, Mineralfaserabfälle, verunreinigter Bodenaushub, kurz, alles, was auf einer Deponie der Klasse II abgelagert werden kann. Doch allein in den vergangenen beiden Jahren waren es 11000 bis 12000 Tonnen, und als vor Jahren die ICE-Brücke bei Rödental gebaut wurde, mussten auf einen Schlag 18000 Tonnen verseuchtes Erdreich abgelagert werden, berichtet Baj. "Es gab aber auch schon Jahre, wo es nicht einmal 4000 Tonnen waren."

Aufgrund der Vorjahresmengen wird jedes Jahr neu berechnet, wie lange der Deponieraum noch reicht; sobald sich abzeichnet, dass nach acht bis neun Jahren Schluss sein dürfte, wird der ZAW aufgefordert, neuen Deponieraum zu erkunden. Dann erst würde die jetzt erworbene Fläche eingehend darauf untersucht, ob sie sich eignet, erläutert Baj. Man gehe aber davon aus, dass der Untergrund die gleiche Qualität aufweise wie der Bereich, der jetzt schon als Deponie dient.

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