Rödental
Musik-Treffen

Workshop in Rödental: Didgeridoo-Sound breitet sich in jede Körperzelle aus

Die exotischen Blasinstrumente standen im Mittelpunkt eines zweitägigen Workshops - erstmals in Rödental.
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Bei den Didgeridoo Sound Days können Didgeridoo-Spieler ihre Spieltechnik in Workshops verbessern. Foto: Daniela Pondelicek
Bei den Didgeridoo Sound Days können Didgeridoo-Spieler ihre Spieltechnik in Workshops verbessern. Foto: Daniela Pondelicek
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Falko Henninger hat eine Idee: Vor fünf Jahren hat er mit dem Didgeridoospielen angefangen und möchte sein Spiel etwas aufpeppen. Die kleinen Percussionsinstrumente, die er seit längerem besitzt, würden sich dazu hervorragend eignen - nur wie er das machen kann, weiß er noch nicht genau. Bei den Didgeridoo Sound Days in Rödental holt er sich deshalb den Rat von Karl-Heinz Cramer ein. "Ich kenne ihn schon länger und weiß, dass er Cajón unterrichtet und sich mit Percussionsinstrumenten gut auskennt, deshalb habe ich diese eher spezielle Frage an ihn gerichtet", erklärt Falko Henninger. Doch nicht nur dafür ist er zu den Didgeridoo Sound Days nach Rödental gekommen, denn beim Workshop von Marc Miethe hat er zusätzlich noch mehr Tricks gelernt, wie er seine Didgeridoospieltechnik weiter verbessern kann. "Den fand ich wirklich sehr gut", lobt er.

Wahrscheinlich habe ich vor fünf Jahren das erste Mal im Fernsehen ein Didgeridoo gehört, sagt er. "So genau weiß ich das leider nicht mehr - aber ich weiß genau, dass mich das Spiel sofort angesprochen hat", erzählt er. Am Didgeridoospielen gefalle ihm ein spezieller Effekt am meisten: "Die Musik dringt in den Körper ein und breitet sich bis in jede Körperzelle aus - besonders beim langsamen, meditativen Spiel ist das gut zu spüren."

Ein Instrument wird verlost

Auch bei den fünften Didgeridoo Sound Days war das Angebot vielfältig: In Workshops bei professionellen Didgeridoospielern konnten die Teilnehmer ihre Fertigkeiten trainieren und ausbauen, am Samstagabend lockte ein bunt gemischtes Bühnenprogramm mit internationalen Künstlern, und die Verlosung eines Didgeridoos zugunsten des "Vereins zum Schutz misshandelter Frauen" in Coburg bildete den Abschluss des Festivals.

Nur eines hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren geändert, denn statt auf der Ernstfarm in Coburg fanden die Didgeridoo Sound Days in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Gelände der SG Rödental statt. "Es gab ein paar terminliche Schwierigkeiten, deshalb mussten wir uns eine neue Location suchen", erzählt Marco Munsch, der Organisator der Didgeridoo Sound Days. Die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort sei die organisatorische Hauptaufgabe gewesen. "Es gäbe zwar viele potenzielle Orte, die infrage gekommen wären, aber da das Festival nach wie vor für die Besucher kostenlos bleiben soll, mussten wir eine Location finden, die auch finanziell gut passt", erklärt er. Auf eine teurere Location umzusteigen und Eintrittsgelder zu verlangen, sei für ihn nicht infrage gekommen. "Meine Passion ist das Didgeridoospielen und das möchte ich so vielen Leuten wie möglich näherbringen - der kommerzielle Gedanke spielt da keine Rolle", betont er.

Da er sich mit seiner 2012 ins Leben gerufenen Gruppe "DidgeCo" in Rödental zum Spielen treffe, sei er schließlich auf das Angebot der SG Rödental gestoßen. Dort habe sich dann die weitere Planung des Events ergeben: "Wir mussten eine Bühne organisieren, auf der die Auftritte am Samstagabend dann stattfinden konnten." Zudem habe sich die Verpflegung für Workshopleiter und Besucher anders gestaltet als in den vergangenen Jahren. "Aber da haben wir zum Glück große Hilfe vom Verein bekommen", lobt er. Der Ortswechsel habe dem Festival nicht geschadet: "Gestern Abend war das Olympiazelt gut gefüllt, wir haben bis vor die Bühne Bänke aufgebaut - das lief besser als erwartet."



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