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Dörfles-Esbach
Bildung

Wissenschaftliche Experimente für sehr junge Forscher

Zwei Wochen können die Dörfles-Esbacher Schulkinder an den Stationen der "Miniphänomenta" staunen, ausprobieren und experimentieren.
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Lehrreiche Experimentierstationen sind zurzeit in der Dörfles-Esbacher Emil-Fischer-Grundschule aufgebaut. Foto: Manja von Nida
Lehrreiche Experimentierstationen sind zurzeit in der Dörfles-Esbacher Emil-Fischer-Grundschule aufgebaut. Foto: Manja von Nida
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Durch eine schmale Röhre rollen kleine Kugeln geschwind hindurch, die dann langsamer werden; ein Luftballon fliegt wie von Geisterhand gesteuert plötzlich nach oben. Um die naturwissenschaftlich-technische Bildung bereits bei Grundschülern zu fördern, ist die "Miniphänomenta" in die Dörfles-Esbacher Emil-Fischer-Schule eingezogen. Während dieser lehrreichen Ausstellung experimentieren die Schüler an 52 spannenden Stationen, die im gesamten Schulhaus aufgebaut sind. Hierbei sammeln sie erste Erfahrungen, forschen und arbeiten problemlösend und kreativ. Beim Familientag am Freitagnachmittag gingen die Kinder mit den Eltern gemeinsam auf diese interessante Forscherreise.

Zwei Wochen können die Schulkinder an den Stationen staunen, ausprobieren und experimentieren. Dieses Projekt der Bildungsinitiative "Technik - Zukunft in Bayern 4.0" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) möchte somit zeitig die kindliche Neugier und die ersten Erfahrungen für Technik und Naturwissenschaften wecken. Schnell entdeckten die begeisterten Kinder ihre Lieblingsstationen. Zur Begrüßung sagte Schulleiterin Kristin Jahn: "Wir freuen uns riesig, dass wir dieses Projekt an unsere Schule holen konnten, dank der Idee eines Elternbeiratsmitglieds. ,Füreinander - miteinander‘, so heißt unser Schulmotto, und dies konnte man an den Stationen wunderbar spüren und erleben, denn hier helfen viele Menschen zusammen", dankte die Rektorin.

Der Willkommensrap der Chorkinder stimmte auf diesen Nachmittag fröhlich ein. Da die Kinder sich bereits die ganze Woche mit den Stationen befasst hatten, klärte Schüler Anton die Eltern auf: "Die ,Miniphänomenta‘ ist eine Ausstellung mit tollen Experimenten mit Wasser, Luft, Strom und anderen Elementen. Ich kann etwas anfassen, ausprobieren und ganz viel dabei entdecken."

Vielleicht wachsen Praktiker heran

Die erste "Kostprobe" gaben die Kinder gleich auf der Bühne und beobachteten, was geschah. Die wundersamen, aber wissenschaftlich erklärbaren Geheimnis lüfteten die Schüler sodann für ihre Gäste. Cecilia zeigte sich begeistert: "Ich wünsche mir, dass die ,Miniphänomenta‘ an unserer Schule immer bleibt." Konrektorin Katharina Josten sagte, alle Kinder der Schule könnten an den Stationen herumexperimentieren und unterrichtet werden. "Und irgendwann wird das der Rahmen sein, dass von unseren Schülern einer ein Handwerker, ein Techniker oder ein Ingenieur wird", dankte Josten den vielen regionalen Sponsoren sowie den Eltern für ihre Mithilfe.

"Ihr habt das super präsentiert", lobte Projektleiterin Eva Hinterhuber vom bbw. Diese ,Miniphänomenta‘ sei ein Experimentierparcours der Flensburger Uni . Circa 50 Stationen seien überall im Schulgebäude zum Experimentieren verteilt. Zu den Schülern sagte Hinterhuber: "Hier probiert ihr alles aus und werdet spielerisch und selbstständig zu kleinen Forschern." Dies funktioniere aber nur, wenn die ganze Schulfamilie zusammenhalte.

"Wir wollen schon die Kleinen für Technik begeistern und das kindliche Interesse entwickeln", sagte Alexander Hennemann von der Geschäftsstelle des Arbeitgeberverbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie Oberfranken. Mögen die Kinder Spaß an der "Miniphänomenta" haben, die von Schule zur Schule wandere. Ihre schönsten Stationen könnten die Kinder nachbauen und somit dieses Projekt an ihrer Schule am Leben erhalten. "Zeigt den Erwachsenen, was dahintersteckt und bleibt der Technik weiterhin verbunden", wünschte Hennemann.

"Wer experimentiert, kapiert"

Auch Zweiter Bürgermeister Stephan Valtin (UPV) zeigte sich stolz und lobte die Begeisterung der Kinder. Diese Stationen technischer und naturwissenschaftlicher Phänomene selbst entdecken und auszuprobieren, rege die Schüler an, selbstständig nach Lösungen zu suchen und durch lernen zu verstehen. Hierbei würden Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und das Begreifen gefördert. Das Ganze solle auch ein Interesse am Handwerk bringen.

Schulrätin Karina Kräußlein-Leib zeigte sich genauso begeistert, zumal die Emil-Fischer-Schule im Landkreis Coburg die zweite Grundschule nach Meeder sei, die sich mit diesem Thema so intensiv beschäftige. "Wer experimentiert, kapiert", mit diesem Motto wünschte die Schulrätin allen viele Erkenntnisse und dankte der gesamten Schulfamilie für das Engagement.

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