Coburg
Stadtmarketing

"Wir müssen Geschichten erzählen!"

Horst Graf, Chef des neuen Betriebs Coburg Marketing, skizziert, wie er sich die Arbeit der nächsten Jahre vorstellt.
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Einer, der zur Coburger Geschichte gehört und mit dem Coburg sich seit langem vermarktet, ist Prinzgemahl Albert. Anlässlich der bevorstehenden Designtage (Beginn 28. Mai) wurde das Albert-Denkmal am Marktplatz am Donnerstag mit einem Stahlgerüst umgeben. Foto: Simone Bastian
Einer, der zur Coburger Geschichte gehört und mit dem Coburg sich seit langem vermarktet, ist Prinzgemahl Albert. Anlässlich der bevorstehenden Designtage (Beginn 28. Mai) wurde das Albert-Denkmal am Marktplatz am Donnerstag mit einem Stahlgerüst umgeben. Foto: Simone Bastian

Seit 66 Tagen leitet Horst Graf den neuen Betrieb Coburg Marketing. Hier sind Tourismus, Stadtmarketing, City- und Eventmanagement sowie das Kongresshaus nun wieder zusammengefasst, nachdem es eine Zeitlang eine Trennung zwischen Tourismus- und Kongressbetrieb gab.

Die Zusammenarbeit sei bislang kein Problem, versicherte Graf am Donnerstag im Betriebssenat Coburg Marketing: "Das Team hat mich super aufgenommen." Doch auch, wenn Graf nicht alles umkrempeln will, werden erste Veränderungen sich bald bemerkbar machen: Der neue Abteilungsleiter Tourismus, Oliver Hack, soll auch Statistiken führen; der fürs Stadtmarketing zuständige Michael Selzer eine Foto- und Videodatenbank aufbauen.

Es gebe zwar viele Fotos mit bekannten Coburger Motiven, sagte Graf, "aber wir haben ganz wenig gute Bilder mit Emotion und Bewegung". Denn: "Wir müssen Geschichten über uns erzählen", was ein Projekt fürs nächste Jahr werde. Es sollen Menschen gefunden werden, die mit ihren Geschichten für Coburg werben. Derzeit jedoch ist Stadtmarketing-Mann Selzer vor allem mit dem Jubiläum "200 Jahre Prinz Albert und Queen Victoria" beschäftigt.

Geschichten erzählen, Coburg nach außen darstellen: Der Tourismus hat inzwischen einen Instagram-Account angelegt. Aber um solche Dinge zu pflegen "braucht man Manpower", sagte Graf. Die will er auch extern suchen, indem er zum Beispiel mit Presseagenturen zusammenarbeitet, die Nachrichten aus Coburg gezielt in (touristische) Medien ausspielen. Dieses Vorgehen kenne er aus seinen früheren Arbeitsstätten Oberstdorf, Bad Wörishofen und Binz, und es habe sich bewährt.

Wohlwollend aufgenommen wurde im Betriebssenat, dass Graf selbst Nachwuchskräfte ausbilden will. Im Kongresshaus wird das schon gemacht, wie dessen Leiterin Karin Schlecht berichtete. Problem hierbei: "Veranstaltungstechniker sind gesucht, und in der freien Wirtschaft sind sie besser bezahlt."

Mittelfristig will Graf zusammen mit Hotellerie, Gastronomie, IHK und weiteren Akteuren einen "touristischen Masterplan" entwickeln, der auch messbare Ziele definieren soll. Übernachtungszahlen allein seien kein Kriterium, betonte Graf. Es gehe auch um Dinge wie sichtbare Veränderungen in Angebot.

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