Itzgrund
Gemeinderat

Wie Kaltenbrunn gestaltet werden soll

Bei der Gemeinderatssitzung wurden die Pläne für die Dorferneuerung im Itzgründer Ortsteil vorgestellt. Große Sorgen machen Schädlinge im Gemeindewald.
Artikel drucken Artikel einbetten
Geschäftsleiter Dieter Scherbel erläutert den Gemeinderäten die Dorferneuerungsmaßnahme in  Kaltenbrunn  anhand von Plänen. Foto: Lothar Weidner
Geschäftsleiter Dieter Scherbel erläutert den Gemeinderäten die Dorferneuerungsmaßnahme in Kaltenbrunn anhand von Plänen. Foto: Lothar Weidner
+1 Bild

Das Dorferneuerungsverfahren in Kaltenbrunn steht an. Vor allem die Coburger Straße und deren Umfeld stehen im Fokus der Erneuerung. Die vorläufigen Pläne dazu wurden im Rahmen der Gemeinderatssitzung am Mittwoch auf dem Kirchhof vorgestellt und von Geschäftsleiter Dieter Scherbel erläutert. Der Start zur Dorferneuerung wird 2020 sein. Die erste Kostenschätzung liegt bei 2,1 Millionen Euro, wobei erhebliche staatliche Mittel fließen werden. Vorab wird es eine Bürgerbeteiligung geben und der Gemeinderat muss noch über die endgültige Planung entscheiden. Allerdings meinte Bürgermeister Werner Thomas (SPD) dazu: "Hier geht es um die Dorfgestaltung, nicht nur um Gehen und Fahren."

Ende 2020 nach der Sanierung soll die Itzgrundhalle wieder ihrer Bestimmung übergeben werden können. Derzeit steht der Abriss des wasserdurchlässigen Daches an. Die bisherige Wärmedämmung wurde bereits entfernt und entsorgt. Es ist eine riesige Baustelle. "Ein Abriss allein hätte jedoch 500 000 Euro gekostet", erklärte der Bürgermeister. So entschied sich der Gemeinderat für die Sanierung des Gebäudes.

Gute Zuschüsse zu erwarten

Vor Ort begutachteten die Gemeinderäte den Zustand des Kernweges vom Aussiedlerhof in Herreth nach Püchitz. Das Gremium war sich einig, dass diese Strecke ausgebaut werden soll, insbesondere, da es Fördermittel bis zu 75 Prozent gibt. Die Ausbaubreite soll auf einer Länge von rund 500 Metern 3,50 Meter betragen zuzüglich Bankett und Graben. Der dortige Baumbestand soll möglichst erhalten bleiben. Ein Planungsauftrag wurde bereits vergeben.

Nachdem die Ratsmitglieder noch einige meist kleinere Straßenschäden an Wegen in Augenschein genommen hatten, die im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten beseitigt werden sollen, war der kommunale Friedhof in Herreth zur Besichtigung an der Reihe. Dort soll an der nordwestlichen Seite an der Mauer zur Hauptstraße hin ein Urnengräberfeld angelegt werden. Darüber bestand Einigkeit im gesamten Gremium.

Sorge um den Wald

Es scheint wie ein Kampf gegen Windmühlen, der Kampf gegen die Schädlinge der Waldbäume. Die Mitglieder des Gemeinderates gingen erst mal nicht ins Kaltenbrunner Rathaus, sondern sahen sich im gemeindeeigenen 37 Hektar großen Wald bei Welsberg um. Und sie machten betretene Gesichter, als Forstoberinspektor Joachim Esslinger den Zustand des Waldes erläuterte. Denn Borkenkäfer und Kupferstecher sind ein sehr großes Problem. Das habe im vergangenen Jahr so richtig begonnen und sich in diesem Jahr noch verstärkt. "Wir bekommen es nicht in den Griff", gestand Esslinger, "und es sind beileibe nicht nur die Trockenschäden." Er bedauerte zudem, dass es derzeit um die Waldbewirtschaftung schlecht stehe, da nicht genügend Harvester, also Vollerntemaschinen, zur Verfügung stünden. "Eine umgehende Aufarbeitung ist dringend erforderlich, ansonsten gibt es einen Flächenfraß", mahnte der Forstoberinspektor. Leider sei die Bewirtschaftung derzeit defizitär, insbesondere bei kleineren Flächen. Um der Plage Herr zu werden, wurde empfohlen, die Bäume zu entrinden oder die Stämme aus dem Wald zu bringen. "Wir tun, was wir können, und haben unsere Grenzen", meinte Esslinger und sagte, es gebe derzeit nicht genügend Leute und Maschinen zum Entfernen der befallenen Bäume. "Wir müssen deshalb mit der Waldkorporation zusammenarbeiten", war die Meinung von Bürgermeisters Werner Thomas.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren