Neustadt bei Coburg
Verdächtigungen

Werkstatt-Betreiber und Autohändler Thomas Boller distanziert sich

Wie Ermittlungen gegen einen Autohändler in Neustadt zu Verdächtigungen und falschen Vermutungen führen.
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Auf Plakaten distanziert sich Thomas Boller als Betreiber einer Autowerkstatt vehement von einem inzwischen inhaftierten  Autohändler, an den er einen Teil des von ihm gepachteten Geländes unterverpachtet hatte. Inzwischen hat Boller einen eigenen Autohandel als Gewerbe angemeldet.Foto: Jochen Berger
Auf Plakaten distanziert sich Thomas Boller als Betreiber einer Autowerkstatt vehement von einem inzwischen inhaftierten Autohändler, an den er einen Teil des von ihm gepachteten Geländes unterverpachtet hatte. Inzwischen hat Boller einen eigenen Autohandel als Gewerbe angemeldet.Foto: Jochen Berger
Thomas Boller kämpft um seinen guten Ruf - mit Worten und Plakaten. Der Inhaber der gleichnamigen Kfz-Werkstatt in Neustadt wehrt sich vehement dagegen, verwechselt zu werden mit dem Betreiber eines Autohandels, der von der Polizei verhaftet worden ist (siehe Bericht auf dieser Seite).


Thomas Bollers Problem: der fragliche Autohandel und seine Kfz-Werkstatt teilten sich die gleiche Geschäftsadresse, weil Boller als Pächter des gesamten weitläufigen Areals vor den Toren Neustadts einen Teil des Gebäudes sowie der Freiflächen an jenen Autohändler verpachtet hatte.

An den Türen hat Boller inzwischen großformatige Plakate aufhängen lassen, auf denen er sich ausdrücklich distanziert vom inhaftierten Betreiber jenes Autohandels. Er sei weder als Inhaber noch anderweitig an der fraglichen Firma beteiligt und damit für die Geschäfte und eventuelle Verbindlichkeiten dieser Firma oder des Inhabers "in keinster Weise verantwortlich", heißt es dort.


"Die Firmen waren vollkommen unabhängig", versichert Boller dem Tageblatt auf Nachfrage wiederholt. Seine Stammkunden wüssten dies auch, sagt Boller. Doch von außen betrachtet könnte wegen der räumlichen Nähe tatsächlich der Eindruck einer Verbindung entstehen, weiß Boller. Inzwischen hat er die Räumlichkeiten seines ehemaligen Unterpächters übernommen und am 4. Juni selbst einen Autohandel angemeldet, um das komplette gepachtete Gelände besser zu nutzen.

"Ich mache mit meinen Jungs weiter, wir haben uns nichts vorzuwerfen", sagt Boller, der einschließlich Aushilfen insgesamt sieben Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch einen Auszubildenden.
Immer wieder schüttelt Boller den Kopf angesichts der seit Wochen kursierenden Gerüchte: "Wir haben doch einen guten Ruf in Neustadt".

Schließlich betreibt er die Werkstatt bereits in dritter Generation als Kfz-Meister. Auf vielen Wegen hat sich Boller bereits gegen Gerüchte gewehrt, hat entsprechende Nachrichten auch in den sozialen Netzwerken verbreitet und an seinen Geschäftstüren die beschriebenen Plakate angebracht. Dennoch bleibt er optimistisch: "Meine Stammkunden vertrauen mir."
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